Pfeifenmarken
Pedro Ferrizzo
Ein Schnitzer, der von Hand die an uruguayischen Flussufern gesammelten Coronilla-Wurzeln in skulpturale Pfeifen verwandelt, ohne Maschinen einzusetzen. Die veröffentlichten biografischen Angaben zu ihm sind sehr begrenzt.
Pedro Ferrizzo ist ein in Uruguay tätiger Meister, der seine Pfeifen nicht aus Briar, sondern aus der Wurzel eines einheimischen Baumes schnitzt, und das noch dazu, ohne auf irgendeine Werkbankmaschine zurückzugreifen. Obwohl sein Name in der Pfeifenwelt kursiert, sind die veröffentlichten biografischen Angaben zu ihm äußerst spärlich: Geburtsjahr, Standort seiner Werkstatt und Zeitpunkt des Produktionsbeginns lassen sich mit unabhängigen Quellen nicht bestätigen. Ferrizzo zählt daher zu den Herstellern, deren Werke greifbar sind, deren Biografie aber lückenhaft bleibt.
Material: Coronilla-Wurzel
Das Holz, das Ferrizzo in nahezu allen seinen Arbeiten verwendet, ist die botanisch als Scutia buxifolia bezeichnete Coronilla. Dieser dornige, niedrig wachsende Baum kommt in den Hügellandschaften und Flussuferwäldern Südbrasiliens, Nordargentiniens und Uruguays vor. Sein Stamm verdickt sich jährlich nur um etwa zwei Millimeter; dieses langsame Wachstum erzeugt ein schweres, dichtes Holz. Dass der Baum in der Region lange Zeit vor allem als Brennholz genutzt wurde, hängt ebenfalls mit dieser Dichte zusammen. Der von Ferrizzo bevorzugte Teil sind die Wurzeln, die freigelegt werden, wenn sich das Flussbett zurückzieht. Diese Wurzeln altern über Jahre im Freien unter dem Einfluss von Witterung und den vom Fluss mitgeführten Mineralien; auch die für die Schnitzerei gesuchte Härte wird dieser langsamen Reifung zugeschrieben. Berichten zufolge sammelt Ferrizzo die Wurzeln selbst an Stellen fernab menschlichen Einflusses. Dass das Holz sich hitzebeständig verhält und rissresistent ist, wird als regionale Überzeugung wiedergegeben; diese Eigenschaften beruhen nicht auf Labormessungen, sondern auf Anwenderbeobachtung. Coronilla ist außerhalb ihrer engen geografischen Verbreitung als Kopfholz neben Briar kaum bekannt; ähnliche Beispiele werden in den Artikeln Alternative Hölzer und briarfreie Hölzer behandelt.
Methode und Form
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.