Rohstoffe
Bruyère (Wurzelholz)
Aus dem Wurzelknollen der mediterranen Baumheide gewonnenes Holz, das außergewöhnlich hitzebeständig ist. Seit dem 19. Jahrhundert das Standardmaterial für den Pfeifenbau.
Bruyère (englisch briar, französisch bruyère) ist unbestritten der König unter den für den Pfeifenbau verwendeten Hölzern. Es wird aus dem unterirdischen Wurzelknollen (burl) der im Mittelmeerraum wachsenden Baumheide (Erica arborea) gewonnen. Die Heide ist ein Strauch, der bis zu 6-7 Meter hoch werden kann; doch der Teil, der zur Pfeife wird, ist nicht der Stamm, sondern dieser Knollen, der zwischen Wurzel und Stamm wächst. Fast alle klassischen Holzpfeifen, die man heute unter "Pfeife" versteht, werden aus Bruyère gefertigt.
Warum Bruyère?
Der Wurzelknollen ist ein Wasser- und Nährstoffspeicher, der der Pflanze das Überleben in ihrer trockenen und brandgefährdeten Umgebung ermöglicht. Diese Funktion verleiht ihm drei für die Pfeife ideale Eigenschaften:
- Hitzebeständigkeit: Seine dichte und mineralreiche Struktur hält der Glut jahrelang stand.
- Balance zwischen Leichtigkeit und Festigkeit: Obwohl hart, ist es leicht genug, um im Mund getragen zu werden.
- Maserung: Die Faserstruktur des Knollens erzeugt ästhetische Muster, die die Meister als "straight grain", "birdseye" und ähnlich klassifizieren.
Man geht davon aus, dass die härteste und feuerbeständigste Bruyère aus alten Wurzeln stammt, die langsam an kargen, für die Landwirtschaft ungeeigneten Mittelmeerhängen wachsen. Auch nicht alle Knollen sind brauchbar: Nur die rund und regelmäßig geformten eignen sich für Pfeifen, unförmige werden schon bei der Ernte aussortiert.
Geschichte
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.