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Pfeifenmarken

Wagner Pipes

Von dem Schweizer Michael Wagner 2002 gegründete Einzelwerkstatt; bekannt für spanischen Briar, Stielenden aus Tagua und eine filterlose Bauweise.

Wagner Pipes ist eine kleine, von Michael Wagner allein geführte Schweizer Werkstatt mit Sitz in Mönchaltorf im Kanton Zürich. Dahinter steht keine Fabriktradition: Die Arbeit begann als Freizeitbeschäftigung und entwickelte sich im Laufe der Jahre an der Werkbank zur Meisterschaft. Aufzeichnungen zufolge kam Wagner der Gedanke, Pfeifen herzustellen, 2001, und im Februar 2002 begann er mit der von ihm erworbenen Drehbank die Produktion; deshalb wird der Beginn der Werkstatt meist mit 2002 angegeben.

Verständnis der Verarbeitung

Das ausschlaggebendste Merkmal von Wagners Gestaltungsentscheidungen ist, dass der Korpus durchweg für filterlosen Genuss dimensioniert ist. Rauchkanal und Stielansatz werden nicht so erweitert, dass Platz für ein Filtersystem entsteht; die Pfeifen aus der Werkstatt sind demnach nicht für die Verwendung mit Filter gedacht.

Für die Köpfe wird überwiegend spanischer Briar bevorzugt. Das Detail, das die Werkstatt aus der Ferne erkennbar macht, ist jedoch Tagua: der verhärtete Kern der in den Wäldern Ecuadors wachsenden Elfenbeinpalme, der wegen seiner zum Schneiden, Schnitzen und Polieren geeigneten Struktur den Namen "pflanzliches Elfenbein" trägt. Wagner verwendet dieses Material für Stielverlängerungen und Zierringe am Mundstück; Tagua zählt unter den Mundstückmaterialien zu den wenigen Optionen, die den Platz von tierischem Elfenbein einnehmen, und ist in der Pfeifenherstellung nicht weit verbreitet.

Auch bei der Farbe fällt eine maßvolle Abweichung von der Norm auf. Neben den klassischen Braun- und Kastanientönen ist bekannt, dass auch ins Blaue, Grüne oder Orange gehende Färbungen verwendet werden. Diese Haltung nähert die Werkstatt eher der zeitgenössischen Freehand-Auffassung als der zurückhaltenden klassischen Linie Mitteleuropas.

Stempel und Markeneigene Linie

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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.