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Pfeifenmarken

Arne Ljung

Kurzporträt des schwedischen Meisters Arne Ljung, der erst nach seinem fünfzigsten Lebensjahr mit dem Pfeifenbau begann und dessen Produktion größtenteils ins Ausland ging.

Arne Ljung (1913-1998) ist einer der ersten Vertreter der handwerklichen Pfeifenbautradition in Schweden der Nachkriegszeit. Er verbrachte den Großteil seines Erwachsenenlebens in der Geschäftswelt und leitete als Geschäftsführer ein Automobilunternehmen. Eine schwere Krankheitsdiagnose in den 1960er Jahren zwang ihn, dieses Amt aufzugeben; den Aufzeichnungen zufolge machte er um 1963, als Mann über fünfzig, sein seit Jahren betriebenes Hobby zu seinem Lebensunterhalt.

Eine Spät Begonnene Werkstatt

Was Ljungs Geschichte ungewöhnlich macht, ist ebenso sehr das Alter, in dem er begann, wie die Umstände dieses Beginns. Seine Krankheit dauerte über dreißig Jahre, doch soll sie den Meister erst im letzten Jahr so weit geschwächt haben, dass er nicht mehr arbeiten konnte. Die Werkstatt lief also die dreißig Jahre nach der Diagnose ununterbrochen weiter. In dieser langen Zeit blieb die Produktion in einer Hand und in kleinem Maßstab; es gab weder ein Team, das mit Ljung zusammenarbeitete, noch eine Werkstatt, die seinen Namen fortführte.

Im Schweden jener Zeit gab es fast keinen Pfeifenmeister, der unter eigenem Namen arbeitete; die Produktion des Landes lag größtenteils in den Händen von Fabrikbetrieben wie der Svenska Rökpipfabriken. Ljung gibt in seinen eigenen Werbetexten an, der einzige Pfeifenhersteller Schwedens gewesen zu sein und der erste, der Kurse im Pfeifenbau auf Hobbyniveau anbot. Diese Kurse sollen in Limhamn bei Malmö stattgefunden haben. So gilt Ljung als Ausgangspunkt, der nachfolgenden schwedischen Meistergenerationen wie Bo Nordh den Weg ebnete.

Produktion und Verbreitung

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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.