Pfeifenmarken
Hartmann
Vom Dänen Hans Hartmann in den 1950er-Jahren autodidaktisch gegründete Werkstatt; in den 1960er-Jahren über Pibe-Dan in Kopenhagen bekannt geworden, mit dem Wechsel des Meisters 1970 in die Vertretertätigkeit wurde die Produktion seltener.
Hartmann ist die Marke der Pfeifen, die der dänische Meister Hans Hartmann mit seinem eigenen Namen signierte. Die Marke ist das Produkt einer Einmann-Werkbank: Als Hartmann Anfang der 1950er-Jahre mit der Pfeifenherstellung begann, war er weder Lehrling einer Werkstatt noch hatte er eine Ausbildung durchlaufen; das Handwerk erlernte er durch eigene Versuche. Die Werkstatt erreichte nie Fabrikmaßstab, und mit dem Rückzug ihres Gründers aus dem Beruf verlor der Name allmählich an Sichtbarkeit.
Die Pibe-Dan-Jahre
Die Bekanntheit der Marke beruht auf der um 1960 entstandenen Verbindung zum Geschäft Pibe-Dan in Kopenhagen. Dieses Geschäft fungierte in jenen Jahren gewissermaßen als Schaufenster der dänischen handgefertigten Pfeifenmacherei: Arbeiten mit den Signaturen von Sixten Ivarsson, Sven Knudsen und Gert Holbek waren in denselben Regalen zu finden. Auch Hartmanns Pfeifen fanden Eingang in dieses Umfeld. Der Meister betrieb in derselben Zeit sein eigenes Geschäft in Kopenhagen; dort führte er neben seinen eigenen Arbeiten auch Pfeifen großer Hersteller, ohne die Belieferung von Pibe-Dan aufzugeben.
Dagegen bildete sich um die Werkstatt kein Schülerkreis. Darin unterscheidet sich Hartmann von den Meistern der dänischen Schule, die eine ausgeprägte Stiltradition hinterließen. Einer der mit seiner Werkbank in Verbindung gebrachten jungen Namen ist Per Hansen, der später einer der Gründer der Werkstatt S. Bang wurde; dass Hansen in seiner frühen Zeit von Hartmann beeinflusst wurde, wird nur in einer einzigen Quelle erwähnt und andernorts nicht bestätigt.
Das Ende der Produktion
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.