Pfeifenmarken
Jan Harry Seiffert
Jan Harry Seiffert, Sohn einer Kasseler Tabakhändlerfamilie, ist ein deutscher Meister, der nach Lehrjahren in Dänemark, Italien und Irland seine eigene Werkstatt gründete und pro Jahr etwa hundert Pfeifen fertigte.
Jan Harry Seiffert (1965 – 2019) war ein deutscher Pfeifenmacher aus einer in Kassel ansässigen Familie des Tabakimports und Pfeifengroßhandels, der in einem kurzen, aber wirkungsvollen Meisterleben pro Jahr nur etwa hundert Pfeifen fertigte. Das Familienunternehmen Heinrich Seiffert & Sohn war im deutschen Pfeifenhandel lange ein bekannter Name; die kaufmännische Seite des Handwerks war Seiffert daher vertraut, noch bevor er selbst an die Werkbank trat.
Familiäres Umfeld und Erste Pfeife
Das geschäftliche Umfeld seines als Tabakimporteur tätigen Vaters prägte auch die Ausbildung des Sohnes. (Der Name des Vaters wird in den Quellen in zwei Schreibweisen überliefert, Detlef und Detlev.) Einer der Kindheitsurlaube führte ihn nach Dänemark, zu Jens Tao Nielsen, dem Leiter der Werkstatt Svendborg Piber. Der Überlieferung nach schnitzte er seine erste Pfeife in diesem Urlaub aus einem ihm überlassenen, bereits vorgebohrten Kopfrohling. Ein weiteres Detail, das die Stellung der Familie in dieser Welt zeigt, ist, dass sein Taufpate Kapp war, einer der Teilhaber des Hauses Peterson; von dort stammt sein zweiter Vorname Harry.
In den Schuljahren kam die Musik als zweite Beschäftigung hinzu. Seiffert spielte vor allem Bassgitarre sowie Keyboard und Perkussion, stand ab seinem sechzehnten Lebensjahr auf der Bühne und blieb sein Leben lang als Funk-Jazz-Musiker im Raum Kassel bekannt. Auch die Wahl seines Markenzeichens, das eine Pfeife mit einem Notenschlüssel verbindet, ist eine Spur dieses zweiten Lebens.
Ausbildungsstationen
Der Rest des Artikels Steht in der App
Die vollständige ISPE öffnet sich mit deinem IPC-Konto.
Verwandte Artikel
Zuletzt aktualisiert:
Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.