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Pfeifenmarken

Mr. Andersen

Ladenmarke des Kopenhagener Pfeifenhändlers Remo Sørensen, die sich nicht auf eine einzige Werkstatt, sondern auf mehrere dänische Meister stützt.

Mr. Andersen ist die Marke eines Ladens, nicht einer Werkstatt. Dieses Etikett, das einen der in Dänemark denkbar gewöhnlichsten Nachnamen trägt, wurde vom Kopenhagener Pfeifenhändler Remo Sørensen auf den Markt gebracht; die Pfeifen selbst wurden von verschiedenen dänischen Meistern geschnitzt, die Sørensen beauftragte. Damit gilt die Marke als typisches Beispiel der im Umfeld der dänischen Schule verbreiteten Tradition der "Händlermarke".

In diesem System bestimmt der Laden Entwurf und Namen, während er die Schnitzarbeit bei auswärtigen Werkstätten in Auftrag gibt; so können unter einem einzigen Etikett voneinander verschiedene Handschriften zusammenkommen. Die heute schwer aufzulösende Identität von Mr. Andersen rührt größtenteils von dieser Arbeitsweise her. Wann die Marke gegründet wurde, ist nicht überliefert; die bekannten Exemplare weisen auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hin.

Wer Dahintersteckt

Wer hinter dem Etikett steht, ist in Sammlerkreisen eine ungeklärte Frage. Der in den Aufzeichnungen am häufigsten genannte Name ist Jørgen Larsen, der bei Larsen & Stigart gearbeitet hat; ein Teil der erhaltenen Exemplare wird ihm vorsichtig zugeschrieben. Diese Zuschreibung steht jedoch nicht auf sicherem Boden: Dass in der dänischen Pfeifenbranche derselben Zeit zwei verschiedene Personen namens Jørgen Larsen tätig waren, lässt offen, von welchem Larsen die Rede ist. In Überlieferungen tauchen auch andere dänische Hersteller wie Jarl und Chieftain auf; der Name Finn Andersen wird dagegen nur auf Vermutungsebene genannt. Dass sich die Überlieferungen widersprechen, ist bei auftragsgefertigten Ladenmarken üblich: Unter demselben Etikett können sich je nach Jahr und Charge unterschiedliche Hände finden.

Die Namensähnlichkeit ist eine eigene Ebene der Frage. Søren Eric Andersen, der eine Zeit lang im Kopenhagener Laden Larsen & Stigart gearbeitet hat, äußerte sich unzufrieden mit dem Namen der Marke und wies auf die Verwirrung hin, die dadurch entsteht, dass sowohl Andersen als auch Larsen zu den häufigsten Nachnamen Dänemarks gehören. Diese Ähnlichkeit steckt auch hinter der gelegentlichen Zuschreibung des Etiketts an ihn; ein Beleg für diese Zuschreibung liegt nicht vor.

Prägung und Formen

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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.