Pfeifenmarken
Reiss-Premier Co.
Ein aus der Fusion zweier alteingesessener Pfeifenfirmen in Chicago hervorgegangenes Unternehmen, das Kaywoodie und das Drinkless-System ins Zentrum des amerikanischen Marktes rückte.
Reiss-Premier Co. zählt zu den Unternehmen, die die amerikanische Pfeifenproduktion in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägten. Aus der Verschmelzung zweier alteingesessener Chicagoer Betriebe, Reiss Brothers und Premier Briar Pipe Company, hervorgegangen, wurde es rasch weniger für seine eigene Pfeifenproduktion als für seine Marken und Patente bekannt. Der Name des Unternehmens wird heute überwiegend als ein Glied der Kaywoodie-Geschichte genannt.
Die Chicagoer Jahre
Hinter der Fusion stand Jacob D. Burger. Über das Gründungsjahr sind sich die Quellen uneinig: Auf der zeitgenössischen Handelspresse beruhende Zusammenstellungen setzen die Fusion an den Beginn des Jahres 1920, während in der Pfeifenliteratur auch das Jahr 1922 verbreitet ist. In beiden Fällen begann das Unternehmen seine Arbeit in einer gemieteten Industrieetage im Geschäftszentrum Chicagos, zu einer Zeit, als die Nachfrage nach Bruyèrepfeifen auf dem amerikanischen Nachkriegsmarkt rasch stieg.
Was die Marke am Leben hielt, war letztlich kein Pfeifenmodell, sondern ein Innenmechanismus. Das Unternehmen ließ 1926 den Begriff „Drinkless“ eintragen; der Name bezeichnete ein Bauteil, das verhindern sollte, dass sich im Kopf ansammelnde Feuchtigkeit über das Mundstück in den Mund gelangte. Im August desselben Jahres wurde Kaufmann Bros. & Bondy übernommen, das mit seiner bis 1851 zurückreichenden Geschichte als ältestes Pfeifenhaus Amerikas galt. So verbanden sich eine alteingesessene Marke und ein neues Patent unter einem Dach, und im darauffolgenden Jahr wurde der Drinkless-Mechanismus zur Standardausstattung der Kaywoodie-Pfeifen.
Umzug nach New Jersey und Umstrukturierung
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.