Pfeifenmarken
F.J. Kaldenberg Company
Die 1887 erfolgte Umwandlung des in New York ansässigen Meerschaum- und Bernstein-Betriebs Kaldenberg in eine Aktiengesellschaft. Ein kurzes Unternehmensleben, das mit der Finanzkrise von 1893, dem Brand von 1896 und der Auflösung 1900 endete.
F.J. Kaldenberg Company ist der Firmenname, den der im New York des 19. Jahrhunderts tätige Meerschaumpfeifen- und Bernsteinwaren-Betrieb Kaldenberg 1887 annahm. Die Familienwerkstatt bestand bereits seit den 1850er Jahren; die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft war der Schritt, der das Geschäft von einer Handwerkswerkstatt zu einem an Wechsel und Kredit gebundenen Industriebetrieb machte. Die Produktions- und Ausstellungsgeschichte der Firma ist in einem eigenen Artikel zusammengefasst: The Kaldenberg Company. Hier wird das 1887 begonnene und 1900 beendete Unternehmensleben behandelt.
Gründung und Teilhaber
Zeitgenössischen Zeitungen zufolge gründete Frederick Julius Kaldenberg im Mai 1887 nach den Gesetzen des Bundesstaats New York eine Aktiengesellschaft mit fünfhunderttausend Dollar Kapital und übernahm deren Vorsitz; der Großteil der Anteile lag weiterhin in seiner Hand. Die in den Vorstand berufenen Namen zeigen, dass das Geschäft über das handwerkliche Ansehen hinausging: G. M. Hard, der Leiter der Chatham Bank, der für seine Bleistifte bekannte Eberhard Faber und Henry C. Euler. Faber übernahm eine Zeit lang auch das Amt des Schatzmeisters, schied dann aus dem Vorstand aus; diese Trennung sollte Jahre später erneut in einem Gerichtssaal zur Sprache kommen.
Die Produktion war in einem siebenstöckigen Gebäude mit breiter Grundfläche an der Ostseite Manhattans konzentriert. Das Gebäude gehörte nicht dem Unternehmen, sondern befand sich im persönlichen Eigentum von F. J. Kaldenberg; das Unternehmen zahlte die Miete somit an seinen eigenen Vorsitzenden. Der Umfang des Geschäfts beschränkte sich nicht auf Meerschaumpfeifen. Bernstein- und Perlmuttwaren, Mundstücke, Elfenbeinarbeiten, sogar mit Pfeifen völlig unverwandte Artikel wie Wagenfedern wurden unter demselben Dach hergestellt. In Boston, Philadelphia, Chicago und St. Louis waren Filialgeschäfte eröffnet worden.
1893: Übertragung an die Gläubiger
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.