Pfeifenmarken
Rivendell Pipes: Levi Zurchers Kurzlebige Amerikanische Werkbank
Die Geschichte der handgefertigten Pfeifen, die der arizonische Hochschulabsolvent Levi Zurcher Anfang der 2000er Jahre unter dem Namen Rivendell Pipes herstellte, und einer Werkbank, deren Spur sich verlor.
Rivendell Pipes ist der Name einer kleinen Pfeifenwerkstatt, die der Amerikaner Levi Zurcher Anfang der 2000er Jahre allein betrieb. Die Marke beruhte weder auf einer Fabrik noch auf einer institutionellen Struktur; ihre Pfeifen gelangten auch nicht in ein breites Vertriebsnetz.
Rivendell zählt daher weniger zu den Hauptnamen der amerikanischen Szene handgefertigter Pfeifen als zu den zahlreichen unabhängigen Werkbänken, die am Rand dieser Szene kurz auftauchten und wieder verschwanden. Was heute über die Marke bekannt ist, beschränkt sich auf einen wenige Zeilen umfassenden Eintrag in einer Herstellerliste und eine einzige, vom Macher selbst erstellte Vorstellungsseite; nicht einmal das Gründungsjahr lässt sich mit Sicherheit bestimmen.
Der Macher
Zurcher schloss das Zoologieprogramm der Northern Arizona University mit Auszeichnung ab. Im Herbst 2004, dem einzigen Zeitraum, für den sich Spuren der Werkbank finden lassen, war er dreiundzwanzig Jahre alt; in einem Handwerk mit vergleichsweise hohem Durchschnittsalter ist das eine bemerkenswerte Einzelheit. Die Pfeifenmacherei blieb für ihn keine hauptberufliche Tätigkeit, sondern eine Beschäftigung, die er neben Studium und der Zeit nach dem Abschluss ausübte.
In der von Rex Poggenpohl zusammengestellten Liste nordamerikanischer Pfeifenmacher erscheint Zurcher unter dem Namen „Rivendell Pipes“ mit der Adresse Flagstaff, Arizona. Dieser Eintrag zeigt, dass der Name der Werkbank zumindest in engem Kreis innerhalb der Gemeinschaft bekannt war. Auf Zurchers eigener, auf Herbst 2004 datierter Vorstellungsseite erscheint als Adresse dagegen Medford im Bundesstaat Oregon. Derselben Seite zufolge befand sich der Macher zu jener Zeit im Bewerbungsverfahren für das Optometrieprogramm der Pacific University und erwartete einen Umzug nach Forest Grove in der Nähe von Portland. Dass die beiden Adressen unterschiedlich sind, lässt sich dadurch erklären, dass die Aufzeichnungen aufeinanderfolgenden Zeiträumen entstammen; welche Adresse in welchem Jahr galt, ist jedoch nicht dokumentiert.
Produktion und Verbleib
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