Pfeifenmarken
Shigeyoshi Yanagihara
Der Tokioter japanische Pfeifenmacher Shigeyoshi Yanagihara fertigte in seiner den Aufzeichnungen zufolge von 1975 bis 2005 reichenden Werkstattzeit handgefertigte Pfeifen, die dänische Formsprache mit japanischem Proportionsgefühl verbanden.
Shigeyoshi Yanagihara ist ein Tokioter Meister aus der ersten Generation der japanischen Handpfeifentradition, die mit der dänischen Formsprache in Berührung kam. In seiner rund drei Jahrzehnte umfassenden Werkstattzeit hinterließ er ein zahlenmäßig begrenztes Werk, das freies nordeuropäisches Design mit japanischem Proportions- und Verarbeitungsverständnis auslegte. Er soll 1944 geboren sein und im Tokioter Stadtteil Setagaya aufgewachsen sein; diese Angabe findet sich in dieser Ausführlichkeit nur in Aufzeichnungen der Pfeifengemeinschaft selbst.
Formverständnis
Ausgangspunkt für Yanagiharas Arbeiten sind organische Volumen aus der Natur: Körper, die scharfe Kanten vermeiden, Linien, die ohne Bruch vom Kopf zum Mundstückansatz fließen, weiche Übergänge. In dieser Hinsicht zählt er zur Tradition des Freihand-Designs, das über die klassischen englischen Formen hinausgeht und jede Pfeife nach der Maserung des Holzes gestaltet – also zum Erbe der Dänischen Schule. Die Feinheit der Oberflächenbearbeitung, das Maß an Detail und die Zurückhaltung im Finish stehen jedoch japanischen Handwerkstraditionen näher.
Der meistdiskutierte Aspekt des Stils ist die Proportion. Yanagiharas Köpfe sind meist kompakt und geschlossen; sie liegen klein in der Hand, das Gewicht ist ausgewogen verteilt. Der Meister schuf auch großformatige Stücke, doch bekannt ist er vor allem für dieses Gleichgewichtsgefühl bei kleinen Volumina.
Werkstattzeit
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.