ISPEInternational Pipe Encyclopedia

Pfeifenmarken

Tajima (Tatu Pipe)

Die seit Mitte der 2000er Jahre als Zweitberuf betriebene Werkstatt des Tokioter Tatsuo Tajima, die auf etwa sechzig Pfeifen im Jahr begrenzt bleibt, und der Stempel Tatu Pipe.

Tajima ist die nach dem Tokioter Meister Tatsuo Tajima (geb. 1955) benannte Werkstatt; da seine Pfeifen mit dem Stempel "tatu pipe" und einer Designnummer signiert sind, ist er in der Szene auch kurz unter dem Namen Tatu bekannt. Tajima kam erst in mittlerem Alter zur Pfeife: Bis Mitte der 2000er Jahre arbeitete er im Film- und Grafikdesignbereich, diese Erfahrung übertrug er später auf Holz.

Den Aufzeichnungen zufolge befasste er sich lange mit großformatigem Bilddesign und wandte sich mit der Verbreitung digitaler Werkzeuge dem Multimedia-Design zu; man geht davon aus, dass seine Sensibilität für Volumen und Proportion den Aufbau der Köpfe seiner Pfeifen prägt.

Übergang zum Handwerk

Tajima beendete seine Designerlaufbahn Ende 2004 und begann 2005, das Pfeifenschnitzen bei Shizuo Arita und Shigeyoshi Yanagihara zu erlernen. Manche Quellen geben diese Wende mit 2007 an; gemeinsam ist beiden Angaben, dass das Erlernen unter Aufsicht eines Meisters erfolgte. Als vollzeitlicher Meister wurde er erstmals 2009 in einem Tabakgeschäft im Tokioter Stadtteil Setagaya ausgestellt. Seine erste internationale Sichtbarkeit geht auf die Chicagoer Pfeifenmesse 2011 zurück; seine Arbeiten wurden danach auch unter Sammlern in Europa und Nordamerika bekannt. Diese Linie fügt sich gut in die Erzählung des japanischen Pfeifenbaus jenseits von Tsuge ein, also der Generation japanischer Meister, die außerhalb der Fabrik einzeln arbeiten.

Formverständnis

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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.