Pfeifenmarken
VanRoy
Eine amerikanische Pfeifenmarke, die in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs in New York entstand, für ihre verschraubte Mundstückverbindung Ajustomatic bekannt wurde und in den 1950er Jahren in den Besitz von Henry Leonard & Thomas überging.
VanRoy (in zeitgenössischen Anzeigen oft auch getrennt als „Van Roy" geschrieben) ist ein amerikanisches Pfeifenunternehmen, das in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs in New York entstand. Das älteste auffindbare Dokument über die Firma, die als Adresse das Empire State Building angab, ist eine Zeitschriftenanzeige vom Oktober 1944; ein früherer Nachweis ist bis heute nicht aufgetaucht.
Die Marke wurde durch ihr Verbindungssystem bekannt, bei dem das Mundstück per Schraube auf den Schaft aufsitzt — ein System, das später zum Markenzeichen der Dr. Grabow-Pfeifen wurde.
Modellreihe und Technische Merkmale
Die Anzeige vom Oktober 1944 listet vier Modelle: Arista, Bard, Courier und Dumont. Die Reihenfolge in der Anzeige legt, entsprechend der damaligen amerikanischen Serienfertigungspraxis, eine Abstufung vom einfachsten Bruyère-Kopf zum aufwendigsten nahe; welchen Unterschied die Modelle jedoch genau ausmachten, wird in der Anzeige nicht erläutert. Bei der als „Ajustomatic" bezeichneten Verbindung der Pfeifen wird die gezahnte Klaue des Mundstücks in die Schaftfassung geschraubt; so lässt sich das Mundstück bei jedem Einsetzen erneut in eine Flucht mit dem Schaft bringen. Die werkseitige Auskleidung des Pfeifenkopfes bewarb die Firma zudem unter dem Namen „Magic Cake"; Ziel war, dass sich die Pfeife bereits ab der ersten Nutzung so verhält, als hätte sich bereits eine Kohleschicht gebildet.
Die Details der Stempelung sind für Sammler die wichtigste Grundlage bei der Datierung von VanRoy-Pfeifen. Frühe Exemplare tragen am Mundstück ein voll ausgefülltes Lilienwappen (Fleur-de-Lis) sowie am Schaft einen Hinweis auf ein anhängiges Patent. Das Patent Nr. 2.461.905 für den Ajustomatic-Mechanismus wurde 1949 eingetragen; Pfeifen aus der Zeit danach tragen die Patentnummer und den Schriftzug „Magic Cake". Bei diesen Exemplaren der Zwischenzeit fehlt das Lilienwappen; bei einigen späteren Pfeifen taucht das Wappen erneut auf, diesmal jedoch als nur umrissene Zeichnung.
Eigentümerwechsel und Danach
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.