Geschichte und Kultur
Pfeifengemeinschaften und Quellen in der Türkei
Ein Überblick über den heutigen Stand der Vereine, Clubs und Online-Treffpunkte türkischer Pfeifenliebhaber sowie der türkischsprachigen Quellen.
Pfeifengemeinschaften in der Türkei sind im Vergleich zur alteingesessenen Tabaktradition des Landes eine recht junge Organisationsform. Während das aus der osmanischen Zeit überlieferte Erbe von Çubuk-Pfeifen und Meerschaum sich über Jahrhunderte erstreckt, traten die Vereine, Clubs und Online-Gemeinschaften rund um die Bruyère-Pfeife (Wurzelholz) erst ab den 2000er Jahren deutlicher hervor. Heute gelten diese Strukturen als die wichtigsten Träger sowohl persönlicher Treffen als auch des türkischsprachigen Wissensbestands.
Vereine und Clubs
Die sichtbarste Struktur in der Türkei ist der laut Aufzeichnungen 2010 in Istanbul gegründete İstanbul Pipo Derneği (Pfeifenverein Istanbul). Nach eigener Angabe des Vereins ist er nicht die einzige Organisation im Land: Auch Clubs wie der Boğaziçi Pipo Kulübü, der Türk Pipo Kulübü, das Yeditepe Pipo Cemiyeti, der Tobacco Pipes Club of Turkey und der Konya Pipo Kulübü werden im selben Umfeld genannt. Die meisten dieser Clubs sind keinem offiziellen Dachverband angeschlossen; die gemeinsame Basis entsteht durch gemeinsam besuchte Veranstaltungen.
Die internationale Anbindung erfolgt über das 1973 gegründete Comité International des Pipe Clubs (CIPC). In den Aufzeichnungen des CIPC erscheint als Vertretung der Türkei der İstanbul Pipo Derneği; dessen Vorsitzender Turgay Ocak wird auf der Länderseite des Komitees seit 2014 als nationaler Vorsitzender der türkischen Clubs geführt. Die türkischen Clubs nehmen an im Rahmen des CIPC organisierten Treffen wie dem Balkan-Pokal und der Weltmeisterschaft teil.
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