Pfeifenmarken
GoedeWaagen
GoedeWaagen ist ein niederländisches Unternehmen, das 1779 in Gouda als Werkstatt eines Pfeifenmachermeisters entstand und über zwei Jahrhunderte Tonpfeifen und Keramik herstellte. Bekannt für seine doppelwandigen Baronite-Pfeifen.
GoedeWaagen ist ein Keramikunternehmen in der niederländischen Stadt Gouda, das vor mehr als zwei Jahrhunderten mit der Pfeifenherstellung begann. Der Name ist heute eher mit Zierkeramik verbunden, doch der Ausgangspunkt der Firma war die Tonpfeife; der Ruf der Marke unter Pfeifenliebhabern beruht dagegen auf den doppelwandigen Köpfen ihrer späteren Produktion.
Von der Zunft zur Fabrik
Als Gründungsdatum des Unternehmens gilt der 1. Januar 1779, der Tag, an dem Dirck GoedeWaagen in der Goudaer Pfeifenmacherzunft seinen Meisterbrief erhielt. Das Unternehmen berief sich in den folgenden zwei Jahrhunderten stets auf dieses Datum als Gründungsjahr. Es wird berichtet, dass die erste Werkstatt der Familie in der Keizerstraat arbeitete, das Geschäft mehrere Generationen lang an derselben Adresse fortgeführt wurde, bevor es umzog, und dass spätere Generationen durch Heirat mit der alteingesessenen Goudaer Pfeifenmacherfamilie De Jong verwandtschaftlich verbunden waren; beide Details sind durch unabhängige Quellen nicht bestätigt.
Das Wachstum des Geschäfts zum Fabrikmaßstab begann 1853. In jenem Jahr erwarben Pieter und Tobias GoedeWaagen aus der jüngeren Generation der Familie die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichende Töpferei „De Star“; diese Anlage ist der unmittelbare Vorläufer des heutigen Unternehmens. So kam zur Tonpfeifenherstellung auch die Töpferwarenproduktion hinzu. Berichten zufolge überzeugte um 1880 Pieters Sohn Aart seinen Vater von einer breiteren Modellpalette, und zu diesem Zweck wurde P. GoedeWaagen & Zoon gegründet. Am Ende des Jahrhunderts umfasste der Katalog Hunderte von Formen, und der Absatz reichte weit über die niederländischen Grenzen hinaus. Wegen Platzmangels zog man 1909 in die neue Anlage am Jaagpad um; in welchem Jahr das Unternehmen den königlichen Titel erhielt, geht aus den Quellen nicht eindeutig hervor.
Von der Tonpfeife zur Keramik
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.