Pfeifenmarken
Lord Davenport Pipes
Eine Ende der 1930er Jahre auf Patenten von Henry Davenport Bellin beruhende, in Rhode Island eingetragene und über New York vermarktete amerikanische Pfeifenmarke. Bekannt für ihr zerlegbares und reinigbares mechanisches Mundstück.
Lord Davenport Pipes ist eine während der Jahre des Zweiten Weltkriegs über New York vermarktete amerikanische Pfeifenmarke, benannt nach ihrem Erfinder Henry Davenport Bellin. Das Unterscheidungsmerkmal der Marke lag nicht in der Schnitt- oder Poliertechnik, sondern in der ins Pfeifeninnere eingesetzten, von Hand zerlegbaren und reinigbaren mechanischen Mundstückvorrichtung. Diese Vorrichtung war durch zwei eigenständige US-Patente geschützt, und die gesamte Vermarktung der Marke war um diese Erfindung herum aufgebaut.
Patente und Mechanische Vorrichtung
Bellin, in den Patentunterlagen als aus Providence, Rhode Island, stammend geführt, reichte seine erste Anmeldung am 16. Februar 1938 ein; sie wurde am 7. Februar 1939 unter dem Titel „Smoking Device" mit der Nummer 2.146.613 eingetragen. Diese Konstruktion besteht aus zwei ineinandergeschobenen Röhren: Wird das Mundstück vorgeschoben, reinigt die Nadel an seiner Spitze die Öffnung des Rauchkanals zur Kammer hin; eine innenliegende Einwegklappe lässt den Rauch passieren, verhindert aber, dass Speichel in die Kammer gelangt, während angesammelte Feuchtigkeit durch beim Drehen der Röhren zur Deckung kommende Ablaufbohrungen nach außen geblasen wird.
Die zweite Anmeldung datiert vom 10. Februar 1940 und wurde am 18. Februar 1941 unter der Nummer 2.232.092 eingetragen. Ziel war diesmal, die Vorrichtung zu vereinfachen: In eine Hülse sind zwei Längsnuten eingearbeitet, eine kurze und eine lange; eine Zunge am Rauchrohr hält das Mundstück gewöhnlich in der kurzen Nut fest. Schiebt der Benutzer das Mundstück gegen die Feder nach vorn und dreht es, gleitet die Zunge in die lange Nut, und das Mundstück löst sich vollständig. Das erste Patent wurde auf den New Yorker August A. Thomen übertragen, das zweite direkt auf die in Providence ansässige Davenport, Ltd. Inc.; die Marke hatte sich also bis dahin eine unternehmerische Struktur gegeben. In der damaligen Pfeifenindustrie diente ein Patent, wie im Artikel Pfeifenpatente beschrieben, sowohl der Datierung als auch der Vermarktung; Lord Davenport ist dafür ein typisches Beispiel.
Produktpalette und Werbung
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