Pfeifenmarken
Pipas De Cochera
Name, den der mexikanische Ingenieur Roberto González González seinen selbstgefertigten Pfeifen gab; bekannt durch Notizen zum Amateur-Pfeifenbau, die Anfang der 2000er Jahre auf einer persönlichen Internetseite veröffentlicht wurden.
Pipas de Cochera ist der Name, den der mexikanische Ingenieur Roberto González González seinen selbstgefertigten Pfeifen gab; er bedeutet im Spanischen so viel wie "Garagenpfeifen". Dahinter steht keine Marke und keine Werkstatt: Der Name beschreibt ein Amateurhobby, das Anfang der 2000er Jahre auf einer persönlichen Internetseite sichtbar wurde.
Dass der Name in Pfeifenkreisen heute noch erwähnt wird, liegt nicht an den Pfeifen selbst, sondern an den auf jener Seite veröffentlichten Baunotizen. Da sie in einer Zeit verfasst wurden, in der es in Lateinamerika kaum spanischsprachige Quellen zum Pfeifenbau gab, gelten diese Notizen für Liebhaber der Region als ein Referenztext aus erster Hand.
Was über González' Lebenslauf bekannt ist, beruht auf seinen eigenen Angaben; eine unabhängige Aufzeichnung gibt es nicht. Demnach ist er Jahrgang 1957, in Mexiko-Stadt geboren, hat Elektrotechnik studiert und seinen Beruf zunächst in Ciudad Juárez, dann in der Elektronikindustrie von Guadalajara ausgeübt. Zur Pfeife kam er erst im Erwachsenenalter, nach einer langen Zigarettenphase; mit wachsender Sammlung verschob sich sein Interesse vom Rauchen zum Selberbauen.
Der Einstieg über das Bausatz-Kit
Ausgangspunkt des Hobbys war ein fertiges Pfeifen-Kit. Bei den von Herstellern wie der American Smoking Pipe Co. verkauften Sätzen finden sich ein vorgebohrter Briar-Block, bei dem sich Kammer, Rauchkanal und Zapfenlager bereits treffen, sowie ein dazu passender Mundstückrohling; dem Käufer bleibt nur, Form zu geben und zu schleifen. Nach Angaben der Firma selbst enthielten die Kits entweder Ebauchon- oder Plateaux-Briar; Plateaux-Blöcke unterscheiden sich durch die verbliebene Rindenfläche und die reinere Maserung. Die ersten von González erworbenen Sätze waren Plateaux.
Nach eigener Aussage begann seine Werkstatt mit einem einzigen Werkzeug, einem Rotationswerkzeug, und wuchs dann je nach Bedarf weiter: eine Bohrmaschine und ein Zapfenzieher, um die Löcher selbst bohren zu können, eine Scheiben- und Bandschleifmaschine anstelle des Handschleifens sowie eine kleine Drehbank für die Mundstückarbeit. Sobald das Werkzeug vollständig war, gab er nach eigenen Worten die Nutzung fertiger Kits auf und ging zur direkten Arbeit vom Block aus über. Dieser Verlauf ist bei Menschen, die den Pfeifenbau als Amateure aufnehmen, ein häufig anzutreffender Ablauf.
Die Mundstückarbeit
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.