Pfeifenmarken
Strambach
1904 in Wien gegründete österreichische Werkstatt, bekannt für Meerschaum- und Kalebassenpfeifen; schloss nach über hundert Jahren Produktion Mitte der 2010er Jahre.
Strambach ist eine österreichische Pfeifenmanufaktur, die 1904 in Wien gegründet wurde und bis zu ihrer Schließung als eine der wenigen Meerschaum-Werkstätten Mitteleuropas galt. Das Unternehmen trägt den Namen von Robert Strambach, der es lange Jahre leitete, und war in seiner letzten Phase nach eigener Darstellung nahezu die einzige Adresse innerhalb der Europäischen Union, die sowohl Block-Meerschaum als auch Kalebassenpfeifen herstellte.
Gründung und Eigentümerwechsel
Ausgangspunkt der Werkstatt war nicht die Pfeife, sondern die Zigarrenspitze: In den Gründungsjahren wurden Zigarren- und Zigarettenspitzen hergestellt, erst später ging man zur Meerschaum-Pfeifenherstellung über. Der Name des Gründers wird in den Quellen als Edmund angegeben; über Nachnamen und Verwandtschaftsverhältnis stimmen die Aufzeichnungen jedoch nicht überein. In einer Erzählung wird der Gründer als Onkel Robert Strambachs unter dem Nachnamen Jolitschke genannt; in einer anderen, österreichischen Quelle wird er dagegen unmittelbar der Familie Strambach zugerechnet. Auch der Zeitpunkt, zu dem Robert Strambach die Leitung übernahm, schwankt je nach Quelle zwischen 1922 und 1927. Sicher ist, dass das Unternehmen in der Zwischenkriegszeit unter diesem Namen wuchs und sein Sortiment erweiterte.
1974 ging die Leitung an Robert Strambachs Tochter Edith Corrieri über. Corrieri absolvierte ihre Ausbildung, erwarb den Meisterbrief als Pfeifenmacherin, wurde damit eine der ersten Frauen in diesem Beruf und leitete die Werkstatt über vierzig Jahre lang. Sekundärquellen zufolge stellte das Unternehmen um 2016 die Produktion ein, womit ein über hundertjähriger Prozess sein Ende fand.
Methode der Meerschaummasse
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.