ISPEInternational Pipe Encyclopedia

Geschichte und Kultur

Falk und das Patent für die Doppelkanal-Pfeife

Das 1958 von dem amerikanischen Erfinder George L. Falk angemeldete Design einer Pfeife mit doppeltem Kanal sollte den Speichel vom Rauchkanal trennen und in ein separates Reservoir ableiten.

Falk ist in der Pfeifengeschichte kein Marken- oder Werkstattname, sondern die Bezeichnung eines einzelnen Patents. Das eigentliche Fachgebiet von George L. Falk, der in Brockton im US-Bundesstaat Massachusetts lebte, waren laut Patentaufzeichnungen tragbare Kühlvorrichtungen; die einzige Anmeldung, die ihn in die Pfeifenliteratur einbrachte, betrifft ein von ihm „Doppelkanal-Pfeife" (double flue pipe) genanntes Design.

Die Anmeldung erfolgte am 25. August 1958; das Patent wurde am 11. September 1962 unter der Nummer US 3.053.262 erteilt, der Schutz lief am 11. September 1979 aus. Deshalb taucht der Name Falk nicht in Markenlisten, sondern in Patenttiteln auf: Was übrig blieb, ist keine in Serie gefertigte Pfeife, sondern ein auf Papier festgehaltener Lösungsvorschlag.

Das zu Lösende Problem

Die dem Patent zugrunde liegende Beschwerde betrifft das, was Pfeifenraucher als „nassen Boden" (wet heel) bezeichnen: Speichel, der vom Mundstück abwärts fließt, folgt dem Rauchkanal bis zum Kopf, durchnässt dort den unverbrannten Tabak am Boden, und die Feuchtigkeit steigt kapillar wieder nach oben. Die Folge sind ein verdorbener Geschmack, ein blockierter Zug, Tabak, der teilweise gar nicht verbrennt, und die Notwendigkeit, die Pfeife immer wieder neu anzuzünden. Falks Patentschrift weist zudem darauf hin, dass dieses Erscheinungsbild oft falsch gedeutet werde: Der Fehler werde der Pfeife oder dem Tabak zugeschrieben, aus Gewohnheit werde der Tabak fester gestopft, doch da feuchter Tabak sich dichter setzt, verschärft dieser Griff die Blockade nur noch. Für unterschiedliche Lösungsansätze desselben Problems siehe Pfeifenfilter und -systeme sowie Robert L. Smiths Filto-System.

Die Logik des Designs

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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.