ISPEInternational Pipe Encyclopedia

Geschichte und Kultur

Dunhill ODA-/800er-Serie der Nachkriegszeit

Die 1950 von Dunhill vorgestellten großformatigen ODA-Pfeifen und die Bedeutung der diesen Pfeifen zugeordneten 800er-Formnummern im Sammlerwesen.

Die ODA-/800er-Serie der Nachkriegszeit ist die Bezeichnung für die von Dunhill nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Markt gebrachte Gruppe großformatiger Pfeifen. Die zu dieser Serie gehörenden Pfeifen tragen auf dem Schaft die Abkürzung OD zusammen mit einem angehängten Gradbuchstaben und unmittelbar darunter eine 800er-Formnummer. Da der am häufigsten anzutreffende Stempel ODA ist, wird die gesamte Gruppe in der Szene kurz „die ODAs" oder die „800er-Serie" genannt.

Entstehung der Serie

Die neuen, großen Formen wurden 1950 vorgestellt; in den folgenden zwei Jahren soll sich der Vertrieb erweitert und die Serie regelmäßig erhältlich geworden sein. Diese Daten markieren eine klare Schwelle, die die Serie von der eingeschränkten Kriegsproduktion trennt; während die Dunhill-Produktion der Kriegsjahre sowohl bei Material als auch bei der Verarbeitung eingeschränkt war, steht die 800er-Serie für die Rückkehr der Marke zu einem wieder breiten Sortiment.

Die Abkürzung OD war eigentlich aus einer älteren Praxis der Marke übernommen worden, den nach Kundenwunsch geformten Sonderanfertigungen. Nach 1950 änderte der Stempel seine Bedeutung: Er bezeichnete nun nicht mehr die auf Bestellung geschnitzte Einzelpfeife, sondern eine standardisierte, im Katalog geführte großformatige Serie. Bei den Vorkriegs-OD-Pfeifen entsprach der Buchstabe einer Abstufung von A bis J; bei der Nachkriegsserie ist nicht offiziell durch ein Dokument belegt, was der Buchstabe genau angibt. In der Praxis findet man neben ODA auch Stempel wie ODB, und deren Lesart wird als eigenes Thema behandelt.

Formen und Nummerierung

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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.