ISPEInternational Pipe Encyclopedia

Pfeifenmarken

Hedelson (Glen Hedelson)

Die vom amerikanischen Zuschneider Glen Hedelson in den 1970er Jahren in den Werkstätten von Michael Kabik geformten Freehand-Pfeifen wurden mit seinem eigenen Namen gestempelt; so wurde Hedelson zu einer eigenständigen Markenbezeichnung.

Hedelson ist ein Pfeifenstempel, der den Namen des amerikanischen Zuschneiders Glen Hedelson trägt. Dahinter steht weder ein eigenständiges Unternehmen noch eine vom Meister selbst gegründete Werkstatt; der Name diente in den 1970er Jahren dazu, die aus Hedelsons Hand stammenden Stücke in den von Michael Kabik geleiteten Studios kenntlich zu machen. Deshalb gelten Pfeifen mit dem Stempel Hedelson als von derselben Werkbank und nach derselben Methode entstanden wie die Sven-Lar- und Wenhall-Serien jener Jahre.

Die Jahre in Virginia Beach

Der Ort, an dem die Geschichte beginnt, ist Virginia Beach. Mel Baker, Inhaber der Tabakhandelskette Tobak Ltd., hatte Kabik 1973 in diese Stadt geholt und ihn eine Freehand-Linie unter dem Namen Sven-Lar aufbauen lassen. Als der landesweit große Importvertrieb Associated Imports einstieg, wuchs das Auftragsvolumen rasch, und die Werkstatt kam mit nur einem Zuschneider nicht mehr aus. Der Zuschneider ist derjenige, der den Briar-Block an der rotierenden Schleifscheibe formt und der Pfeife ihre endgültige Gestalt gibt; in einer Freehand-Linie ruht der Großteil der Gestaltungslast auf seinen Schultern. Hedelson wurde als zweiter Zuschneider eingestellt, laut Kabiks Angaben über ein Beschäftigungsprogramm für Marinesoldaten, die kurz vor dem Ende ihres Dienstes standen, und erlernte das Handwerk direkt an der Werkbank.

Ungewöhnlich für ein serienmäßig fertigendes Studio war vor allem, dass auf den Pfeifen nicht der Name des Unternehmens, sondern der des Zuschneiders geprägt wurde. Daraus rührt auch, dass der Name Hedelson im Nachhinein wie eine eigenständige Marke wahrgenommen wird. Durch die erweiterte Belegschaft verdoppelte sich die Wochenproduktion nahezu; nach Kabiks Angaben rund zweihundert Pfeifen und etwa zwanzig Pfeifensets pro Woche.

Vajra Briar Works

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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.