Pfeifenmarken
Jan Pietenpauw
Eine handgefertigte Pfeifenmarke, unter der der Südafrikaner Jean du Toit im Namen eines nie existierenden Meisters signiert; in der Vater-Sohn-Werkstatt in Pretoria entstehen Briar-Pfeifen mit fließenden Linien.
Jan Pietenpauw ist der Name, unter dem Jean Christophe du Toit, der in der südafrikanischen Stadt Pretoria tätig ist, seine Pfeifen signiert. Hinter dem Namen steht kein realer Handwerker; Pietenpauw ist ein niemals existierender niederländischer Schnitzer, den du Toit für seine Marke erfunden hat. Die Marke wurde 2009 gegründet und besteht bis heute als kleine, von Vater und Sohn geführte Werkstatt fort.
Das Spiel Hinter dem Namen
Du Toit erzählt die Geschichte seines fiktiven Meisters bewusst übertrieben: Es heißt, Pietenpauw habe zunächst die Pfeife von Van Hunks und danach den berühmten Kalebassenkopf (Calabash) von Sherlock Holmes geschnitzt; anschließend wird daran erinnert, dass beide — und auch Pietenpauw selbst — nie gelebt haben. Der Werbetext widerlegt damit seine eigene Behauptung. Die Anspielung auf Van Hunks stützt sich auf die bekannteste südafrikanische Pfeifengeschichte: Ein pensionierter Seemann, der der Überlieferung nach am Hang des Tafelbergs bei Kapstadt einen Tabakwettstreit mit dem Teufel austrug, gilt in der Volksvorstellung als Ursprung der Wolke, die den Gipfel des Berges bedeckt. Der Kalebassenkopf von Sherlock Holmes wiederum tauchte nicht in den Romanen, sondern erst in Bühnenadaptionen als spätere Ergänzung auf. Beide Anspielungen sind keine historische Herkunftsbehauptung, sondern ein offen erklärter Scherz.
Werkstatt und Fertigung
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.