Rohstoffe
Sandstrahlen (Sandblasting)
Oberflächenveredelungsverfahren, bei dem Druckluft-Strahlmittel die weiche Struktur des Bruyères abträgt und die harte Maserung freilegt; Geschichte, Werkstattausrüstung und Anwendungsgrundlagen.
Sandstrahlen (sandblasting) ist ein Oberflächenveredelungsverfahren, das darauf beruht, dass mit Druckluft ausgestoßene Strahlkörner die weichen Teile des Holzes abtragen, während die harte Struktur erhalten bleibt. In der Pfeifenmacherei geht es dabei nicht nur um eine matte Optik: Bei richtiger Anwendung treten die Jahresringe und Fasern des Bruyères reliefartig hervor, sodass die Maserung, die auf einer glatten Oberfläche nur als Farbunterschied sichtbar ist, zu einem fühlbaren Relief wird.
Geschichte
Der industrielle Ursprung des Verfahrens ist älter als die Pfeife. Der amerikanische Erfinder Benjamin Chew Tilghman beschrieb 1870 in seinem US-Patent (108.408) Anwendungen des Druckluft-Strahlmittels, die vom Ätzen von Glas über das Schärfen von Feilen bis zum Freilegen der Maserung in Holz reichten. Der Übergang zur Pfeife erfolgte erst ein halbes Jahrhundert später: Das von Alfred Dunhill mit Öleinlegung und Wärmebehandlung kombinierte Finish, für das er 1917 in England ein Patentverfahren einleitete, machte die schalenartige Oberfläche zu einer eigenständigen kommerziellen Kategorie. Einzelheiten siehe Die Geschichte des Dunhill Shell Briar.
Werkstattausrüstung
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.