Pfeifenmarken
Paolo Becker
Italienische handgefertigte Pfeifenmarke, die von Fritz Becker und seinem Sohn Paolo Becker in Rom gegründet wurde und seit 1979 ihren eigenen Stempel trägt. Bekannt für ihre nach Spielkartennamen aufgebaute Gradeinteilung.
Paolo Becker ist der Name der handgefertigten Pfeifenmarke, die er zusammen mit seinem Vater Fritz Becker in Rom gründete und die seit 1979 seinen Nachnamen trägt. Die Vater-Sohn-Werkstatt arbeitete in einer ganz anderen Größenordnung als die großen Produktionshäuser der italienischen Pfeifenherstellung: Die Produktion erreichte zu keinem Zeitpunkt Fabrikniveau, jedes Stück durchlief von Anfang bis Ende dieselbe Hand, und die Marke ließ sich keiner einzelnen Schule zuordnen.
Paolo Becker starb im Dezember 2014; die Werkstatt wird von seinem Sohn Federico Becker fortgeführt.
Fritz Becker
Der Gründer der Marke, Fritz Becker, wurde in Wien als Kind einer jüdischen Familie geboren und musste Ende der 1930er Jahre Österreich verlassen. Nach Kriegsende ließ er sich in Rom nieder, wo er bis zu seinem Tod 1991 lebte. Von dem mehrsprachigen Becker wird überliefert, dass er während der Kriegsjahre für den britischen Geheimdienst als Dolmetscher tätig war und später den Jüdischen Weltkongress beim Vatikan vertrat; beide Angaben beruhen auf ein und derselben Erzählung.
Der eigentlich in Malerei und Bildhauerei tätige Becker kam über die Gewohnheit, von ihm genutzte Pfeifen selbst instand zu setzen, zur Pfeifenherstellung. Die ersten Versuche entstanden im Dachgeschoss, das er in Rom auch als Maleratelier nutzte.
Gründung der Marke
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.