Rohstoffe
Morta (Moor-/Sumpfeiche)
Morta ist Eichenholz, das in einem Moor oder Flussbett vergraben und dort Jahrtausende in sauerstofffreier Umgebung geblieben ist, halb versteinert; ein für seine Geschmacksneutralität und Brandbeständigkeit bekanntes Pfeifenkopfmaterial.
Morta ist Eichenholz, das in einem Moor oder Flussbett vergraben und dort Jahrtausende in sauerstofffreier Umgebung geblieben ist und sich in der ersten Phase der Versteinerung (Fossilisierung) befindet. Es ist auch als Moor-/Sumpfeiche (bog oak) bekannt; auf dem Balkan wird es "Abonos" genannt.
Die Quellen geben die Dauer des Verbleibs im Boden unterschiedlich an; typischerweise ist von 2.000 bis 6.000 Jahre alten Stämmen die Rede. Neben Heidewurzel (Briar) und Meerschaum ist es ein selten anzutreffendes, aber durch seine eigenständigen Eigenschaften geschätztes Pfeifenkopfmaterial.
Entstehung und Eigenschaften
Die saure und sauerstofffreie Umgebung des Moores schützt den vergrabenen Stamm vor Verwesung. Während dieser langen Wartezeit reagieren die Gerbstoffe der Eiche mit den Eisenmineralien im Wasser, und das Holz dunkelt allmählich nach; die bekannteste Farbe ist Schwarz, doch gibt es auch Morta-Blöcke in Kupfer- und Goldtönen. Diese über Jahrtausende andauernde natürliche "Auswaschung" entfernt Gerbstoffe, Harze und ähnliche Stoffe größtenteils aus dem Holz. Deshalb gilt Morta geschmacklich als vollkommen neutral; die holzigen Aromen, die Briar dem Rauch beimischen kann, fehlen bei Morta.
Der Mineralgehalt, der nach Herstellerangaben zehn Prozent übersteigen kann, macht den Kopf außergewöhnlich brandbeständig. Seine poröse und geringdichte Struktur nimmt Feuchtigkeit und Kondensat sehr gut auf; deshalb sind Morta-Pfeifen in der Regel leicht.
Verarbeitung und Herstellung
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.