Pfeifenmarken
TMpipes (Thomas Martin)
Die kleine Pfeifenwerkstatt des amerikanischen Kunsthandwerkers Thomas Martin; 2008 wandelte sie sich in das Gemeinschaftsunternehmen The Pipe Cooperative um.
TMpipes ist der Name der kleinen Pfeifenwerkstatt des amerikanischen Kunsthandwerkers Thomas Martin, benannt nach seinen eigenen Initialen. Die in Massachusetts ansässige Werkstatt entstand in den frühen 2000er Jahren und ging nie über den Umfang einer Werkstatt hinaus; Aufzeichnungen zufolge wurden in der Frühzeit rund fünfzig Pfeifen pro Jahr gefertigt.
Bevor Martin mit dem Pfeifenschnitzen begann, war er als Kunsthandwerker bekannt, der Holzflöten in indianischer Tradition anfertigte, und dieser Hintergrund in der Holzbearbeitung war maßgeblich dafür, dass sich die Werkstatt auf wenige, aber handgefertigte Arbeiten konzentrierte.
Material- und Formvorlieben
Wie bei fast allen amerikanischen Kunsthandwerkern seiner Zeit war Briar das Hauptmaterial der Werkstatt. Daneben wandte sich Martin gelegentlich auch weißer Esche und Olivenholz zu und bezeichnete seine Arbeiten aus Olivenholz als "Bethlehem Olive wood". Diese Experimente mit anderen Hölzern als Briar sind Teil eines Suchens, das bei vielen kleinen amerikanischen Werkstätten zu beobachten ist.
Bei den Formen lassen sich zwei Phasen unterscheiden. Die frühen Arbeiten waren von der Maserung des Holzes geleitete, freie Formen (Freehand); in späteren Jahren verschob sich die Vorliebe hin zu ausgewogenen Proportionen und leicht klassischen Formen statt zur Zurschaustellung der Maserung. In dieser Hinsicht zählt TMpipes zu den Artisan-Werkstätten, die nicht der Serienfertigung, sondern der Hand eines Einzelnen unterliegen.
Für Sammler ist das unterscheidende Detail der Stempel: Frühe Pfeifen tragen nur die Buchstaben TM, in späterer Produktion wurde hingegen der Schriftzug Thomas in Handschrift verwendet. Diese Änderung wird in den Aufzeichnungen auf den Herbst 2007 datiert; da das Datum nicht unabhängig bestätigt ist, sollte es als grobe Grenze gelten.
Auch das Thema Kalebasse gehörte zu Martins Interessen. In einem Text für den Sherlock Holmes Pipe Club in Boston berichtet er, dass es in den USA niemanden mehr gebe, der Kalebassenpfeifen aus echtem Flaschenkürbis herstelle, und dass es schwieriger sei, einen geeigneten Kürbis zu finden als hochwertigen Briar.
Übergang zur The Pipe Cooperative
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.