Datierung
Dunhill-Datierung vor der Jahrescode-Ära (1907-1921)
Methode zur Datierung von Dunhill-Pfeifen aus der Zeit vor der Einführung der Jahresziffer am Schaft, anhand von Stadtzeile, Patentnummer, Bezeichnung der Oberflächenbehandlung und Zusatzstempeln.
Die Dunhill-Datierung vor der Jahrescode-Ära befasst sich damit, Pfeifen, die vor 1921 hergestellt wurden – dem Jahr, ab dem die Marke eine kleine Jahresziffer am Schaft einschlug –, zeitlich richtig einzuordnen. In dieser Periode liefert kein einzelnes Merkmal allein das Jahr; Stadtzeile, Patentnummer, Bezeichnung der Oberflächenbehandlung und die Anordnung der Buchstaben werden gemeinsam gelesen. Das Ergebnis ist meist nicht ein einzelnes Jahr, sondern ein Zeitraum von zwei bis drei Jahren. Die ab 1921 verwendete Jahresziffer wird in einem eigenen Artikel behandelt.
Die Phasen der Produktion
Alfred Dunhill eröffnete 1907 in der Duke Street im Londoner Stadtteil St James's ein kleines Tabakwarengeschäft. In den ersten Jahren wurden sämtliche im Laden angebotenen Pfeifen bei anderen Werkstätten in Auftrag gegeben; bei diesen Exemplaren sollen die Formnummern zwischen 1 und 30 gelegen haben. Ab 1910 ging ein Teil der Produktion in die eigene Hand der Marke über, doch die Köpfe wurden weiterhin lange in Frankreich gedrechselt. Erst 1920 wurde auch der letzte Schritt der Pfeifenfertigung nach London verlagert. Eine zwischen 1910 und 1919 entstandene Pfeife pauschal als „englische Fertigung“ zu bezeichnen, ist daher irreführend: Der Kopf wurde in Frankreich geformt, die Pfeife in London fertiggestellt.
Zwei weitere Merkmale der Übergangszeit geben zusätzliche Datierungshinweise. Der weiße Punkt auf dem Mundstück (Stem) taucht als Markenzeichen erstmals 1912 auf; ein Teil der Quellen setzt das Datum eher auf 1915 und erklärt den Punkt als Markierung dafür, welche Seite des Mundstücks nach oben zeigen soll. Da sich beide Darstellungen nicht decken, gilt der weiße Punkt allein nicht als eindeutige Grenze. Die sandgestrahlte Shell-Oberfläche kam 1917 hinzu; im selben Jahr soll auch kalabrische Wurzelmaserung (Briar) in begrenztem Umfang zum Einsatz gekommen sein.
Stadtzeile und Buchstabenanordnung
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.