Datierung
Ein Dunhill ES bei der Auktion: Wo Sich Stempel und Foto Widersprechen
Bei einer Online-Auktion wurde eine Pfeife als 1923 gefertigter Dunhill ES angeboten, doch die Stielaufschrift und die Kopfproportionen passten nicht zusammen. Der Fall gilt als eines der Beispiele dafür, wie weit Stempellesen führen kann.
Ein Dunhill ES bei der Auktion ist ein kleiner, oft angeführter Fall, der zeigt, wie weit Stempellesen im Sammlerwesen führen kann. John C. Loring untersuchte eine bei einer Online-Auktion angebotene Pfeife allein anhand des Anzeigetexts und der Fotos und stellte einen Widerspruch zwischen dem, was die Aufschrift am Stiel besagte, und dem, was der Kopf zeigte, fest. Der Aufschrift nach handelte es sich um einen 1923 gefertigten ES, also die langstielige Canadian-Form der Marke.
Die Angabe im Stempel
Das Zeichen, das die Anzeige mit 1923 verband, war eigentlich ein einziges: eine halbhoch geprägte, unterstrichene Ziffer 3, die unmittelbar nach der Nummer des Innenrohr-Patents (Inner Tube) folgte. In der Dunhill-Stempelordnung ist diese kleine Ziffer der Jahrescode, und 3 entspricht dem Jahr 1923. Auf derselben Stielseite fanden sich die Aufschrift MADE IN ENGLAND sowie der ES-Formcode, auf der gegenüberliegenden Seite die Zeile DUNHILL über LONDON sowie der Stempel H.W., der Handarbeit anzeigt. Der Verkäufer beschrieb den Kopf als Bruyere-Billiard mit oval geschnittenem Stiel, gab für die Länge etwa fünfzehn und für die Kopfhöhe etwa viereinhalb Zentimeter an und ergänzte, die Stempel seien durch wiederholtes Polieren geschwächt und das Metall-Innenrohr fehle.
Widersprüche zum Foto
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.