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Ursprung der Namen von Briar-Pfeifenformen

Lovat, Prince, Oom Paul, Canadian: Woher stammen die Namen der Briar-Pfeifenformen, welche beschreiben die Form tatsächlich, und warum ging die Industrie irgendwann vom Namen zur Nummer über?

Die Namen der Briar-Pfeifenformen sind keine von einem zentralen Gremium festgelegte Klassifikation, sondern ein Wörterbuch, das sich von selbst aus der Alltagssprache von Katalogen, Fachzeitschriften und Ladentheken abgesetzt hat. In diesem Wörterbuch greifen drei verschiedene Schichten ineinander: Namen, die auf eine reale Person oder einen Ort verweisen, Namen, die die Form unmittelbar beschreiben, und historische Zufälle, die heute keine visuelle Entsprechung mehr besitzen.

Warum das Repertoire der klassischen Pfeifenformen so uneinheitlich wirkt, erklärt sich zu einem großen Teil aus der Vermischung dieser drei Schichten.

Namen nach Personen und Orten

Lovat wird auf den bis ins 15. Jahrhundert zurückreichenden schottischen Adelstitel Lord Lovat zurückgeführt; besonders in Verbindung gebracht wird er mit Simon Joseph Fraser, dem 1871-1933 lebenden, 23. Clanchef von Fraser of Lovat mit dem Rang eines Generalleutnants. Oom Paul bedeutet auf Afrikaans „Onkel Paul“ und ist der Spitzname von Stephanus Johannes Paulus Kruger (1825-1904), der von 1883 bis 1900 das Amt des Staatspräsidenten der Südafrikanischen Republik (Transvaal) innehatte; Kruger wird in britischen Quellen jener Zeit stets zusammen mit seiner Pfeife erwähnt.

Prince wird, so die verbreitete Annahme, Eduard VII. zugeschrieben, der bei der Geburt den Namen Albert Edward trug und von 1841 bis 1901 den Titel Prince of Wales führte; der König gilt als starker Tabakkonsument. Welche Firma die Form entworfen hat, ist umstritten, und die häufig wiederholte Legende um Dunhill ist nicht gesichert. Tatsächlich stammt das erste königliche Warenzeichen, das die Firma 1921 erhielt, nicht von Eduard VII., sondern von einem anderen Edward, der zu jener Zeit Prince of Wales war. Die Benennung nach Orten ist älter: Die Dublin-Form soll ihren Namen der gleichnamigen Stadt verdanken; schon zur Zeit der Tonpfeife war es üblich, eine Pfeife nach der Stadt zu benennen, in der sie hergestellt wurde.

Namen, die Ihr Versprechen Nicht Halten, und Aufgegebene Namen

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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.