Tabake
Pfeifen- und Tabakexpertise: Wer Gilt als Experte?
Ben Rapaports Essay vom Februar 2023 untersucht, wem und nach welchem Maßstab im Bereich Pfeife und Tabak das Prädikat „Experte“ verliehen wird. Er stellt die namenlosen Experten der Werbesprache den wenigen Namen gegenüber, die die Szene mit Namen nennt.
„Pipe and tobacco experts: Are there any?“ ist ein Essay, der untersucht, wem und wonach im Bereich Pfeife und Tabak das Prädikat „Experte“ verliehen wird. Der Text, den Ben Rapaport im Februar 2023 für Pipedia verfasste, fragt, ob hinter diesem im Alltagssprachgebrauch der Szene reichlich verwendeten Prädikat eine messbare Grundlage besteht.
Das Fehlen eines Maßstabs
Rapaport ist ein seit über fünfzig Jahren mit antiken Pfeifen und Tabakliteratur befasster Sammler und Autor; er hat mehr als zehn Bücher verfasst, und der Ehrentitel der Szene, Doctor of Pipes, wurde ihm 2004 verliehen. Zugleich ist er ein zertifizierter persönlicher Vermögensgutachter und hat für Museen sowie private Sammler Pfeifenbewertungen vorgenommen. Rapaport zufolge schafft auch das bloße Anhäufen von Wissen keine Unterscheidung; Wissen zu vermitteln und Wissen zu beherrschen seien zwei verschiedene Dinge.
Der Essay trägt die Suche nach einem Maßstab über das Feld hinaus. Hinzu kommt eine 1993 in der Zeitschrift Psychological Review veröffentlichte Studie; der Befund, dass die als erfolgreichste geltenden Geiger einer Musikakademie bis zum Alter von zwanzig Jahren im Durchschnitt zehntausend Stunden geübt hatten, wurde nach Malcolm Gladwells 2008 erschienenem Buch Outliers unter dem Namen „10.000-Stunden-Regel“ populär. Beide Maßstäbe beruhen auf einer messbaren Leistung. In einem Betätigungsfeld ohne Prüfung, Benotung und offizielle Wettbewerbe gibt es für keinen von beiden eine unmittelbare Entsprechung.
Namenlose Experten
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.