ISPEInternational Pipe Encyclopedia

51 Artikel

Pfeifentabake

Tabaksorten, Schnitte und Mischungsarten von Virginia bis Latakia.

A

  • A Tale of Two Latakias

    Ein von G.L. Pease verfasster und in der Pfeifenszene klassisch gewordener Essay, der zwei Latakia-Typen syrischer und zyprischer Herkunft vergleicht, sowie die Fakten, auf denen der Essay beruht.

  • Aromatische Mischungen

    Familie von Pfeifentabaken, denen tabakfremde Aromen wie Vanille, Kirsche oder Karamell zugesetzt werden. Sie gelten als der größte Anteil am weltweiten Pfeifentabakabsatz.

B

  • Balkan-Mischung

    Die Grenze zur englischen Mischung wird in der Pfeifenwelt bis heute diskutiert.

  • Bekannte Orient-Tabakmischungen

    Ein Überblick über Pfeifenmischungen, die vom Orient-Blatt geprägt sind: die zwei Hauptrichtungen ohne und mit Latakia, deren bekannteste Beispiele und die Lücke, die eingestellte Namen hinterlassen.

  • Burley

    Luftgetrocknete Tabaksorte amerikanischer Herkunft mit niedrigem Zucker- und hohem Nikotingehalt. Dank ihrer Fähigkeit, Aromen sehr gut zu binden, gilt sie als Grundblatt aromatischer Mischungen und der amerikanischen Pfeifentradition.

C

  • Cavendish

    Keine Tabaksorte, sondern ein auf Dampf, Druck und Fermentation beruhendes Verarbeitungsverfahren. Es verwandelt Virginia- oder Burley-Blätter in eine milde, süße und dunkle Mischungskomponente.

  • Codger-Mischungen (amerikanische Klassiker)

    Sammelbegriff für die mit Apotheken- und Marktregalen in den Vereinigten Staaten identifizierten klassischen Pfeifentabake auf Burley-Basis. Prince Albert, Carter Hall, Half and Half und Captain Black sind die bekanntesten Vertreter der Familie.

D

  • Dark Fired Kentucky

    Eine in geschlossenen Scheunen mit Eichen- und Hickoryrauch getrocknete, rauchig und würzig geprägte dunkle amerikanische Tabaksorte. Sie wird als Bestandteil verwendet, der Pfeifenmischungen Kraft und Rauchton verleiht.

  • Der heutige Pfeifentabakmarkt

    Das heutige Bild des Pfeifentabakmarktes zwischen dem vom Internet eröffneten Zugang, schließenden Blendern und schärferer Regulierung.

  • Der Wandel des Verlagswesens bei Pfeifen- und Tabakbüchern: Vanity Press, Print-on-Demand und Selbstverlag

    Wie die Pfeifen- und Tabakliteratur, die Mitte des 20. Jahrhunderts noch in den Programmen großer Verlage vertreten war, sich in den letzten fünfzig Jahren zu vom Autor selbst finanzierten Büchern entwickelte, und welche Folgen dies für Leser und Forscher hat.

  • Die Globalisierung der Pfeifenliteratur

    Der Fluss von Pfeifen- und Tabakbüchern zwischen den Sprachen: fast hundert Jahre Übersetzungsverkehr, mehrsprachige Klassiker, zweisprachige Museums- und Werkstattbücher und die ungleiche Richtung dieses Verkehrs.

  • Dunhill Cigars: Der Zigarrenzweig einer Pfeifenmarke

    Die Verbindung des Londoner Hauses Alfred Dunhill zur kubanischen Zigarre reicht bis an den Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zurück. Die eigene Zigarrenserie unter dem Namen des Hauses erschien jedoch erst Mitte der 1980er Jahre und wurde nach nicht einmal zehn Jahren wieder eingestellt.

E

  • Englische Mischung (English Blend)

    Die von Latakia, Orienttabaken und Virginia geprägte klassische Mischungsfamilie, die ohne zugesetzte Fremdaromen hergestellt wird. Mit ihrem rauchigen und tiefen Charakter ist sie die traditionsreichste Kategorie der Pfeifenwelt.

F

G

  • Gehstöcke mit Pfeife (Gadget Stick)

    Multifunktionale Gehstöcke, die im Griff oder im Schaft eine Pfeife, Tabak, Schnupftabak oder Streichhölzer verbergen. Ein vergessenes Accessoire des Europas des 19. Jahrhunderts, das heute ein Sammlerthema ist.

H

  • Herausragende Virginia-Mischungen

    Übersicht klassischer Mischungen, bei denen das Virginia-Blatt die Hauptrolle spielt: eine Familienlandkarte von reinen Virginias bis zu den mit Kentucky, Perique und Orient-Tabak angereicherten Zweigen.

I

  • In Deutschland hergestellte Vintage-Dunhill-Tabake

    Auf dem Boden mancher alter Dunhill-Tabakdosen findet sich der Vermerk "Hergestellt in Deutschland". Diese Dosen sind keine Fälschungen, sondern deutsche Ausgaben, die die Hamburger Firma Joh. Wilh. von Eicken in Lizenz herstellte.

  • Izmir-Tabak (Smyrna)

    Kleinblättriger, sonnengetrockneter Orienttabak aus der Ägäisregion. Mit seinem hohen Zuckergehalt und niedrigen Nikotingehalt gilt er in Mischungen als weichmachende und süßende Würztabak-Sorte.

J

  • J. B. Priestley: Romancier und Pfeifenliebhaber

    Der englische Romancier, Dramatiker und Essayist J. B. Priestley (1894-1984) machte die Pfeife zu einem Teil seines öffentlichen Erscheinungsbildes und war einer der wenigen Literaten, die über Tabak schrieben. In seinem Archiv in Bradford werden über siebzig seiner Pfeifen aufbewahrt.

L

  • Lakeland-Stil

    Eine seit zwei Jahrhunderten im nordwestenglischen Städtchen Kendal gepflegte Tradition der Pfeifentabakherstellung, geprägt von blumigen, seifigen Duftnoten, die auf den Tabak aufgetragen werden.

  • Latakia

    Orientalischer Tabak, der nach der Sonnentrocknung mit dem Rauch aromatischer Hölzer und Sträucher geräuchert wird. Mit seinen Noten von Rauch, Leder und Gewürzen ist er der Signaturbestandteil englischer Mischungen.

M

  • Methoden der Tabaktrocknung

    Beschreibt die vier grundlegenden Trocknungsmethoden, die frisches Tabakblatt rauchfertig machen, und welche Tabaksorte jeweils dazu passt.

N

  • Navy Flake und die Rum-Tradition

    Eine Pressen-Tabak-Tradition, heute als Navy Flake bekannt, entstanden aus der Gewohnheit der Seeleute, Tabak mit Seilen und Pressen zu verdichten und mit Rum oder Melasse zu befeuchten.

  • Neuauflagen alter Pfeifen- und Tabakbücher

    Wie die vor hundert Jahren vergriffene Pfeifen- und Tabakliteratur durch Print-on-Demand-Verfahren wieder in Umlauf kommt und bei welchen dieser Neuauflagen Vorsicht geboten ist.

O

  • Orienttabak (Oriental)

    Sammelbegriff für kleinblättrige, sonnengetrocknete Tabaksorten mit hohem Aromagehalt. Gilt als der grundlegende Würztabak englischer und Balkan-Pfeifenmischungen.

P

  • Perique

    Ein seltener Tabak aus der Region St. James in Louisiana, der in Eichenfässern unter Druck im eigenen Saft fermentiert wird. Mit seinem pfeffrigen und trockenfruchtigen Charakter gilt er als der „Pfeffer" der Mischungen.

  • Peter Stokkebye: Der Pfeifen-, Tabak- und Zigarettenmann

    Die Geschichte von Peter Stokkebye, Vertreter der dritten Generation einer 1882 in Odense gegründeten dänischen Tabakfamilie. Der für seine Pfeifenmischungen und Shag-Tabake bekannte Blender-Meister startete Anfang der 1980er Jahre auch einen gescheiterten Versuch mit der tabakfreien Zigarette "Free", der in diesem Artikel ebenfalls behandelt wird.

  • Pfeife und Tabak in der alten Handelspresse: Fakten und Legenden

    Pfeifenaufzeichnungen aus Fachzeitschriften, Konsulatsberichten und Industrie-Enzyklopädien von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Viertel des 20. Jahrhunderts; welche Angaben in diesem Corpus zuverlässig sind und welche mit Vorsicht zu lesen sind.

  • Pfeifen- und Tabakexpertise: Wer gilt als Experte?

    Ben Rapaports Essay vom Februar 2023 untersucht, wem und nach welchem Maßstab im Bereich Pfeife und Tabak das Prädikat „Experte“ verliehen wird. Er stellt die namenlosen Experten der Werbesprache den wenigen Namen gegenüber, die die Szene mit Namen nennt.

  • Pfeifenkopfmaß

    Durchmesser und Tiefe des Pfeifenkopfes bestimmen die pro Stopfung aufgenommene Tabakmenge, die Rauchdauer und die Neigung des Kopfes, sich zu erhitzen. Dieser Artikel behandelt den archäologischen Ursprung des Maßes, seine Definitionen und die Gründe, warum es nicht an einen Standard gebunden werden konnte.

  • Pfeifensammeln: Liebhaberei oder Beruf?

    Der Weg des Pfeifensammelns vom Hobby zur Expertise: das Kriterium, das eine Sammlung vom bloßen Haufen unterscheidet, die großen Sammler der Geschichte und das Fehlen eines etablierten Namens für dieses Metier.

  • Pfeifentabak

    Der Unterschied zwischen für Pfeifen bestimmtem Tabak und Zigarettentabak, die Grundsorten, aus denen Mischungen entstehen, die Verarbeitungsschritte und die im Handel vorkommenden Schnittarten.

  • Pfeifentabakmischungen des 19. Jahrhunderts: Verfälschung und Rezeptbücher

    Rezepte für Pfeifentabak aus den Handbüchern des viktorianischen Handels, das Verfälschungsproblem der Epoche und die daraus entstandenen ersten offiziellen Kontrollvorschriften.

  • Presstabake und das Konzept der Flake-Pfeife

    Presstabake ist der gemeinsame Name für Formen, die entstehen, wenn Tabakblätter über längere Zeit unter Druck gehalten und geformt werden.

Q

  • Quellen der Stopf- und Rauchtechniken für Pfeifen

    Ein Artikel darüber, wie Stopf- und Rauchtechniken für Pfeifen zu einem gemeinsamen Wortschatz wurden, wem die namentlich bekannten Methoden zugeschrieben werden und welchen Einfluss das Wettbewerbsrauchen auf dieses Wissen hatte.

S

  • Satirische Porträts von Pfeifenrauchern

    Der Werdegang der Drucktradition, die den Pfeifenraucher als lächerliche, verwahrloste und übertriebene Figur darstellt, von flämischen Wirtshausszenen über das goldene Zeitalter der britischen Karikatur bis zur Lithografie des 19. Jahrhunderts.

  • Sauce und Aromatisierung (Casing & Topping)

    Der zweistufige Prozess, der Pfeifentabak Geschmack und Duft verleiht: die tief in das Blatt eindringende Sauce (Casing) und das unmittelbar vor der Verpackung auf die Oberfläche aufgebrachte Top-Aroma (Topping).

  • SeaSmoke Pipes

    Die von Eric Weaver allein geführte kleine amerikanische Werkstatt in der Stadt Washburn in Wisconsin, die jährlich einige Dutzend Pfeifen hervorbringt.

  • Sot Weed und Little Ladell: Zwei vergessene Tabakbegriffe

    Sot weed war eine abwertende Bezeichnung, die dem Tabak anhaftete; little ladell wiederum war eine Beschreibung der Form des Geräts, bevor sich das Wort Pfeife durchsetzte. Beide sind in Texten des 16. bis 18. Jahrhunderts geblieben.

T

  • Tabak-Reifung (Cellaring)

    Die Praxis, Pfeifentabak über Jahre hinweg in luftdichten Behältern lagern zu lassen, damit sein Geschmack reift. Besonders bei Virginia-lastigen Mischungen zeigt sich ein deutliches Ergebnis.

  • Tabakdose, -kanister und -büchse

    Die Geschichte einer Zubehörfamilie, die von in der Tasche getragenen Horndosen über Delfter Kanister im Tabakladenregal bis zu figürlichen Gefäßen aus Böhmen und seriengefertigten Taschenbüchsen reicht. Heute funktionslos gewordene Objekte, die in den Sammlerbereich übergegangen sind.

  • Tabakschnitte

    Die Schnitte, die die Verkaufsformen von Pfeifentabak wie Ribbon, Flake, Plug und Rope beschreiben, beeinflussen so gut wie jeden Aspekt des Raucherlebnisses – von der Brenngeschwindigkeit bis zur Geschmacksintensität.

  • Tabakverkostung: Sollten wir disziplinierter vorgehen?

    Fred J. Hannas Aufsatz, der die Pfeifentabakverkostung mit der Methode der Weinverkostung vergleicht; die den Geschmack bestimmenden Variablen werden unter den Rubriken Tabak, Pfeife und Raucher zusammengefasst.

  • Tiffany & Company: Die Tabakwaren eines Silberhauses

    Das New Yorker Schmuck- und Silberhaus Tiffany & Company verkaufte über viele Jahre unter der Rubrik „Fancy Goods" auch Tabaksdosen, Feuerzeuge, Bernsteinmundstücke und in geringer Zahl Pfeifen. Markenregistrierungen und Sammlungskataloge machen es möglich, dieser kleinen Sparte nachzugehen.

  • Tobacconist University

    1996 von Jorge Armenteros gegründete amerikanische Einrichtung, die Online-Schulungen und Zertifikate im Tabakeinzelhandel und in Produktwissen anbietet.

V

  • Verzeichnis amerikanischer Pfeifenhersteller aus den Adressbüchern der Library of Congress

    Ein von S. Paul Jung 1991 zusammengestelltes Verzeichnis amerikanischer Pfeifenhersteller und -vertreiber, das auf Stadt- und Handelsadressbüchern der Library of Congress beruht. Es umfasst etwa die Zeit von 1860 bis 1930.

  • Virginia

    Die weltweit am häufigsten angebaute Pfeifentabaksorte. Sie bietet dank ihres hohen natürlichen Zuckergehalts süße, krautige und zitrusartige Aromen und bildet das Rückgrat der meisten Mischungen.

  • Virginia-Perique-Mischung (VaPer)

    Eine klassische Mischfamilie, bei der Virginia-Tabak mit einer geringen Menge aus Louisiana stammendem Perique gewürzt wird; bekannt für ihr Süß-Säure-Gleichgewicht und ihre Reifungsfähigkeit.

X

  • XML-Standards für Pfeifentabak-Anwendungen

    Das Problem, das es zu lösen versucht, ist bekannt: Die Liste der Dosen im Keller, die Maßangaben einer Sammlung oder Hunderte von Rauchnotizen können unzugänglich werden, wenn das verwendete Programm aufgegeben oder nicht mehr unterstützt wird.

Y

  • Yenice-Tabak (Yenidje)

    Ein orientalisches Blatt aus dem Einzugsgebiet von Xanthi, benannt nach der Stadt Yenice im osmanischen Rumelien. Berühmt geworden durch Mischungen wie Balkan Sobranie, heute jedoch nicht mehr als eigene Handelsklasse auf dem Markt erhältlich.

Z