ISPEInternational Pipe Encyclopedia

Geschichte und Kultur

Handgefertigt oder Maschinengefertigt? ein Definitionsproblem bei Pfeifen

Im Pfeifenhandel werden "handgefertigt" und "maschinengefertigt" wie ein klarer Gegensatz verwendet. Doch bei der Briarpfeife lässt sich weder die gesamte Arbeit allein mit Handwerkzeug fertigstellen, noch kann eine Maschine allein eine Pfeife vollenden.

Handgefertigt oder maschinengefertigt? Diese Unterscheidung wirkt in Katalog- und Stempelsprache wie ein klarer Gegensatz; bei der Briarpfeife jedoch bleiben beide Extreme in der Praxis leer. Es ist weder möglich, eine Pfeife von Anfang bis Ende ausschließlich mit Handwerkzeug fertigzustellen, noch, sie ohne jede Handberührung von der Maschine zu holen. Die Szene hat für den breiten Bereich dazwischen einen dritten Begriff geprägt: maschinell handgefertigt (hand made by machine).

Die von Briar Gesetzte Grenze

Ton und Meerschaum sind bei der Bearbeitung weich; bei beiden lässt sich mit dem Hohlmesser tief schneiden, ein misslungener Schnitt kann korrigiert werden. Die Wurzel der Heide (Briar) hingegen ist hart, neigt zu Absplitterungen und Rissen. Das Äußere des Kopfes lässt sich mit Feile und Schleifpapier formen, auch der Tabakkessel kann von Hand ausgehöhlt werden; die Schwierigkeit zeigt sich bei zwei Bohrungen. Der Rauchkanal, der von der Spitze des Stiels bis zum Kesselboden führt, sowie der Luftkanal im Inneren des Mundstücks lassen sich mit Handwerkzeug weder mit ausreichender Präzision noch ohne Risiko für das Material öffnen. Wegen dieser zwei Schritte kann man heute nicht behaupten, dass eine vollständig handgefertigte Pfeife aus Briar entstehen könnte. Die Lage der Bohrungen im Kopf wird im Artikel Pfeifenanatomie gezeigt.

Was der Maschine Bleibt

Der Rest des Artikels Steht in der App

Die vollständige ISPE öffnet sich mit deinem IPC-Konto.

In der App öffnen

Verwandte Artikel

Zuletzt aktualisiert:

Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.