Pfeifenmarken
Davorin
Werkstatt, die die Signatur des kroatischen Pfeifenmachers Davorin Denović trägt; bekannt für seine Pfeifen aus Morta – jahrtausendealter, im Moor gelagerter Eiche – und seinen Stempel aus dem glagolitischen Alphabet.
Davorin ist eine kleine, in Zagreb tätige Werkstatt, die ein kroatischer Pfeifenmacher unter seinem eigenen Namen signiert. Der Nachname des Meisters erscheint in Quellen als Denović; die diakritische Schreibweise ist durch unabhängige Aufzeichnungen nicht bestätigt. Die Werkstatt ist in der Fachwelt vor allem für Morta bekannt – für Eichenholz, das in Mooren und Flussbetten Jahrtausende verbrachte und dabei halb versteinerte. Der Meister leitete zugleich den in Zagreb ansässigen Pfeifenraucherverein "Lula" und betreibt die Pfeifenherstellung neben seinem eigentlichen Beruf.
Eine vom Material Geprägte Identität
Die heutige Identität der Werkstatt ist das Ergebnis einer Materialsuche. Der Meister arbeitete zunächst mit Briar, probierte dann Olivenholz aus und machte schließlich Morta zu seinem Hauptmaterial. Der von ihm verwendete Briar stammt überwiegend von der Adriaküste; nach seiner Darstellung ist Kroatien sowohl für Heidewurzel als auch für Olivenholz geeignet und galt in der Vergangenheit als bedeutende Region für die Herstellung von Tonpfeifen.
Bei der Morta-Beschaffung arbeitet er mit einem nur als Darko bekannten Tischlermeister zusammen, dessen Nachname in den Quellen nicht genannt wird. Das Material wird hauptsächlich aus den Tälern der Save und ihrer Nebenflüsse gewonnen; das Alter der Stücke reicht von einigen hundert bis zu mehreren tausend Jahren. In der eigenen Darstellung der Werkstatt stammt das älteste Stück aus dem Fluss Krapina und ist rund 8.290 Jahre alt; eine unabhängige Bestätigung dieser Zahl liegt nicht vor. Die im Untergrund verbrachte Zeit reichert das Holz mineralisch an, wodurch sich auch die Farbe vertieft oder verändert. In der Darstellung des Meisters finden sich neben Schwarz auch die von ihm als "Gold" und "Kupfer" bezeichneten Töne sowie Versuche mit selteneren roten und blauen Maserungen. Zu den allgemeinen Eigenschaften des Materials siehe den Artikel Morta sowie den Beitrag Pfeifenherstellung aus Morta.
Der Stempel mit Glagolitischer Schrift
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.