Pfeifenmarken
E. Deguingand & Son
Von dem in London ansässigen Händler Émile Deguingand gegründetes französisch-britisches Pfeifenunternehmen, das mit seiner Fabrik in Saint-Claude vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre produzierte.
E. Deguingand & Son ist ein Pfeifenunternehmen, das seinen Namen von dem in London ansässigen Händler Émile Deguingand trägt und vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Zwischenkriegszeit bestand. Das Interessante an der Firma ist, dass sich ihr Handelszentrum und ihr Produktionszentrum in zwei verschiedenen Ländern befanden: Verkauf und Verwaltung wurden von London aus geführt, während die Briar-Verarbeitung in der Stadt Saint-Claude in der französischen Jura-Region stattfand.
Von London nach Saint-Claude
Über den Londoner Zweig des Unternehmens ist nur wenig überliefert; der Pfeifenliteratur zufolge arbeitete die Firma in ihren ersten Jahren im Umkreis von Cripplegate in der Stadt und wechselte 1897 einmal die Adresse. Für diese Daten findet sich in britischen Aufzeichnungen kein unabhängiger Beleg.
Die französische Seite dagegen lässt sich anhand von Archiven klar nachvollziehen. Regionalen Inventarunterlagen zufolge wurde der übernommene Betrieb in Saint-Claude 1885-1886 von Charles Cayron gegründet, um 1890 neu errichtet und etwa 1897 vom „Londoner Händler Émile Deguingand" gekauft. Das Gebäude wurde um 1900 und 1902 aufgestockt und erweitert, um 1926 nach Nordosten hin ausgebaut und dabei nahezu verdoppelt. Einer Zählung von 1910 zufolge waren im Betrieb rund siebzig Personen beschäftigt, davon siebenundzwanzig Frauen.
Produkte und Patent
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.