Pfeifenmarken
Moritz (Jürgen Moritz)
Deutsche Einzelwerkstatt in Mönchengladbach, die ihre ersten Pfeifen im Sommer 2004 zeigte und für freihändig geformte Bruyèrepfeifen bekannt ist, die von der dänischen Schule geprägt sind.
Moritz ist der Name der Pfeifen, die der deutsche Meister Jürgen Moritz allein an seiner Werkbank in Mönchengladbach fertigt. Dahinter steht keine Fabrik, sondern eine kleine Werkstatt, in der alle Arbeitsschritte, von der Auswahl des Holzblocks bis zur letzten Politur, in einer Hand liegen. Moritz kam zunächst als Sammler zur Pfeife und wandte sich erst Jahre später der Herstellung zu; den Aufzeichnungen zufolge ist Sozialpädagogik sein eigentlicher Beruf, und die Pfeifenherstellung lief lange Zeit nebenher.
Formverständnis
Der Schwerpunkt der Werkstatt liegt auf freihändig gefertigten (freehand) Pfeifen: Die Form bestimmt die Maserung des Holzblocks, und der Meister folgt dem von der Maserung vorgegebenen Weg. Kehrt er zu klassischen Familien zurück, entscheidet er sich bekanntermaßen am häufigsten für Billiard und dessen Varianten Brandy und Pot. Freihändige Arbeit bedeutet, nicht nach einer festen Schablone, sondern nach der jeweiligen Maserstruktur jedes Blocks zu arbeiten; bei dieser Methode gleicht keine Pfeife der anderen. Auch bei der Größe wird keine Einheitlichkeit angestrebt: Aus derselben Hand entstehen sowohl große, voluminöse Korpusse als auch recht schlanke, leichte Stücke.
Die Mundstücke werden aus Ebonit gedreht; Archivunterlagen vermerken, dass auch Cumberland verwendet wird. Eigenschaften und Pflege dieser Materialien werden im Artikel Mundstückmaterialien behandelt. Im Übergang zwischen Stiel und Korpus kommen Edelholz, Bambusstiel, Horn, Buchsbaum und Knochen zum Einsatz. Als Oberflächenbehandlung wird neben glatter Politur auch Sandstrahlung und Beizung angewandt. Jede Pfeife trägt an der Unterseite des Korpus einen kleinen Stempel; die Aufzeichnungen geben die Form des Stempels mit "J. Moritz — handmade" an.
Der Weg zum Meister
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.