Pfeifenmarken
Zwei Frühe Dunhills: der Stempel 'DAMAGED' und das Gleich Hohe DUNHILL/LONDON
Anhand zweier kleiner Pfeifen aus der frühen Dunhill-Produktion: die Stellung des auf fehlerhafte Köpfe geschlagenen Stempels 'DAMAGED' und des kurzzeitig Ende 1918 verwendeten, gleich hohen DUNHILL/LONDON-Stempels in der Datierung.
Two Early Dunhills ist der Titel eines der kurzen Aufsätze, die John C. Loring über Dunhill-Stempel verfasst hat. Der Text hält den Stempelbefund zweier kleiner Bruyere-Pfeifen mit der ins Rötliche gehenden glatten Politur der Marke fest: eine auf 1921 datierte Nummer-31-Billiard, die andere ein Dreiviertel-Bent (3/4 bent) mit der Nummer 53. Bemerkenswert sind an diesen Pfeifen nicht die Köpfe selbst, sondern zwei ungewöhnliche Stempel darauf; der eine bezeugt, wie die Firma fehlerhafte Köpfe absetzte, der andere, wie feinkörnig die Datierung mitunter ist.
Das Gleich Hohe DUNHILL/LONDON
Die Besonderheit des Kopfes Nr. 53 liegt in der Anordnung der Schriftzeile am Stiel. In der üblichen Anordnung steht unter der langen Zeile "DUNHILL" ein kürzeres, zentriertes "LONDON"; bei dieser Pfeife jedoch sind beide Zeilen gleich lang und exakt untereinander geschlagen. Quellen, die sich mit der Stempeltypologie befassen, sind sich einig, dass diese Form in den letzten Monaten des Jahres 1918 in Gebrauch kam, gehen aber darüber auseinander, wie lange sie verwendet wurde. Loring engt den Zeitraum auf den 20. Oktober 1918 bis zum 2. Januar 1919 ein, also auf zweieinhalb Monate; verbreitete Datierungsleitfäden geben dagegen an, dieselbe Anordnung sei bis Mitte Mai 1919 in Gebrauch gewesen, erst zu diesem Zeitpunkt sei der Stempel neu geschnitten worden. Zum Vergleich siehe den Artikel Dunhill-Patentstempel und Datierung.
Dass ein derart enger Zeitraum überhaupt bekannt ist, ist an sich bemerkenswert, denn der Großteil der frühen Firmenunterlagen ging 1941 bei der Bombardierung des Ladens in London verloren; die Auswirkungen der Kriegsjahre auf die Marke werden im Artikel Dunhill in den Jahren des Zweiten Weltkriegs behandelt. Die verbliebenen Belege sind sekundärer Natur; am häufigsten wird eine kleine Karte genannt, die das Ladenpersonal Anfang der 1920er Jahre bei sich trug, um die Pfeifen des vorangegangenen Jahrzehnts zu datieren.
Der Stempel "DAMAGED" und die Fallings
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