Rohstoffe
Rundheit und Schaft Beim Sandstrahlen (Circles And Shanks)
Bei tief sandgestrahlten Pfeifen wird häufig bemängelt, dass der Kopf nicht ganz rund ausfällt und der Schaft dünner bleibt als das Mundstück. Beide Effekte liegen in der Natur des Verfahrens und hängen von im Voraus getroffenen Entscheidungen des Herstellers ab.
Rundheit und Schaft beim Sandstrahlen behandelt zwei bei tief sandgestrahlten Bruyère-Pfeifen häufig auftretende Maßeffekte gemeinsam: dass der Kopf von oben betrachtet keinen vollkommenen Kreis ergibt und dass der Schaft dünner bleibt als das Mundstück, mit dem er verbunden ist. Beides entsteht nicht aus nachlässiger Verarbeitung, sondern daraus, dass das Schleifmittel Material vom Holz abträgt. Die werkstattseitige Betrachtung des Themas wurde in einem im April 2008 unter dem Namen des Herstellers Trever Talbert veröffentlichten Artikel gesammelt dargestellt.
Das Schleifmittel Nimmt Nicht Nur von der Oberfläche
Das Wirkungsprinzip des Sandstrahlens beruht darauf, dass das weiche Frühholz im Bruyère schneller abgetragen wird als das harte Spätholz. Bei leichter Anwendung wird nur die oberste Schicht entfernt; der Kopf behält weitgehend die Linie, die er nach der Drehbank und dem Schleifen hatte. Mit steigendem Druck und steigender Dauer trägt das Schleifmittel die weichen Bereiche tiefer ab, sodass ein Skelett aus den härteren Bereichen zurückbleibt. Jede abgetragene Schicht bedeutet zugleich einen Verlust am Maß: Der Außendurchmesser eines tief sandgestrahlten Kopfes liegt unter seinem Maß vor der Behandlung. Deshalb lässt ein Hersteller, der eine tiefe Struktur anstrebt, den Kopf zu Beginn etwas übergroß und erreicht das endgültige Maß erst nach dem Sandstrahlen. Dass unkontrollierter Druck beim Bruyère zu Formverzerrungen führt, ist eine in den technischen Darstellungen immer wiederkehrende Warnung.
Wo Sich Schaft und Mundstück Treffen
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.