Rohstoffe
Die Kunst des Sandstrahlens: Maschine, Schleifmittel und die Hand des Meisters
Das Sandstrahlen ist eine aus der Industrie in die Pfeifenherstellung übernommene Oberflächenbehandlung. Maschinenaufbau, Art des Schleifmittels, Holzstruktur und Kürung ergeben zusammen das Ergebnis.
Sandstrahlen (sandblast) ist das Verfahren, bei dem mit Druckluft beschleunigte Schleifpartikel gegen eine Oberfläche geschossen werden. Es wurde nicht für die Pfeife erfunden: Das von Benjamin Chew Tilghman am 18. Oktober 1870 erhaltene amerikanische Patent (Nr. 108408) zielte auf das Schneiden, Gravieren und Reinigen von Stein, Glas und Metall. Bis zur Anwendung auf Holz, genauer auf einen Pfeifenkopf, verging noch etwa ein halbes Jahrhundert; dort wandelte sich das Verfahren zudem von einer Reinigungsmethode zu einem eigenen Handwerkszweig mit eigenen Maßstäben.
Warum ein Kopf Sandgestrahlt Wird
Die ersten Gründe sind praktischer Natur. Weist der Block einen Sandfleck, einen feinen Riss oder eine ungleichmäßige, die Politur nicht gleichmäßig annehmende Verfärbung auf, ist das Sandstrahlen der Oberfläche eine schnellere Lösung als die Neubearbeitung des Kopfes; da das Verfahren dem Holz Material entnimmt, senkt es zugleich das Gewicht der Pfeife etwas. Das daraus entstandene Urteil "eine sandgestrahlte Pfeife ist eine fehlerhafte Pfeife" gilt inzwischen als zu scharf; das Sandstrahlen ist längst eine eigenständige Finish-Entscheidung.
Das Dunhill-Patent und die Prioritätsdebatte
Der Rest des Artikels Steht in der App
Die vollständige ISPE öffnet sich mit deinem IPC-Konto.
Verwandte Artikel
Zuletzt aktualisiert:
Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.