Rohstoffe
Trever Talberts Gestaltungsansatz
Der Blick des amerikanischen Meisters Trever Talbert auf die Pfeifengestaltung: eine flexible Methode, die statt starrer, vorab gezeichneter Pläne eine Auswahl aus gesammelten Skizzen direkt am Block trifft.
Trever Talberts Gestaltungsansatz gilt als Antwort auf die Frage, in welcher Phase der Handpfeifenherstellung das Zeichnen einsetzen sollte. Der amerikanische Meister gründete seine eigene Werkstatt unter dem Namen Talbert Pipes, nachdem er 1998 einen von einer Zeitschrift ausgerichteten nationalen Pfeifenschnitzwettbewerb gewonnen hatte; ab 2002 arbeitete er rund sieben Jahre lang in der westfranzösischen Region Bretagne. Seine Aussagen zur Gestaltung beschreiben eine Arbeitsweise, bei der der Meister das Material nicht von vornherein bezwingt, sondern mit ihm verhandelt.
Skizzenarchiv
Für Talbert ist das Zeichnen ein unverzichtbarer Teil der Produktion. Er fertigt regelmäßig Pfeifenskizzen an, in denen sowohl das äußere Erscheinungsbild des Kopfes als auch der innere Verlauf des Rauchwegs zusammen gedacht werden. Doch diese Arbeit hat ein deutliches Merkmal: Die Skizzen entstehen nicht für einen bestimmten Block auf der Werkbank, sondern ohne jedes vorliegende Material. Formideen, die zu unterschiedlichen Maserungsmustern passen könnten, sammeln sich mit der Zeit an und werden zu einer Art persönlichem Formenrepertoire.
Dieses Repertoire wird erst funktional, wenn Hand an das Holz gelegt wird. Der Meister legt einige mit den Maßen des vorliegenden Blocks und der sichtbaren Maserung vereinbare Zeichnungen beiseite und setzt die Auswahl fort, während sich der Kopf herausbildet. So bleibt die Sicherheit des Arbeitens mit erprobten, bewährten Formen mit einer Flexibilität verbunden, die dem Block das letzte Wort überlässt.
Warum der Starre Plan Aufgegeben Wurde
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.