Tabake
Pfeifensammeln: Liebhaberei oder Beruf?
Der Weg des Pfeifensammelns vom Hobby zur Expertise: das Kriterium, das eine Sammlung vom bloßen Haufen unterscheidet, die großen Sammler der Geschichte und das Fehlen eines etablierten Namens für dieses Metier.
Pfeifensammeln ist die Beschäftigung, Pfeifen nicht einzeln als Rauchgerät, sondern als eine gemeinsam Bedeutung gewinnende Reihe zusammenzutragen. Die Frage, die die Szene seit Langem diskutiert, entspringt genau diesem Punkt: Bleibt diese Tätigkeit eine Freizeitbeschäftigung (avocation), oder wird sie mit der Zeit zum eigentlichen Beruf (vocation)? Die Grenze ist nicht scharf; ein Teil der Sammler ist im Lauf der Jahre zu Forschern, Katalogisierern oder Autoren geworden.
Wo Beginnt eine Sammlung?
Das entscheidende Kriterium in der Sammlungstheorie ist nicht die Stückzahl, sondern die Bedeutung, die der Besitzer dem Gegenstand beimisst. Wird eine Pfeife nur deshalb aufbewahrt, weil sie für sich schön oder nützlich erscheint, bleibt sie ein Stück im Regal; wird sie ausgewählt, um für eine Reihe, eine Epoche oder eine Werkstatt zu stehen, wird sie zur Sammlung. Da das Kriterium nicht auf Menge, sondern auf Absicht blickt, gilt eine kleine, aber stimmige Auswahl eher als Sammlung als ein zerstreuter, umfangreicher Bestand. Die in der Szene gängige Dreiteilung ist die alltägliche Entsprechung dieser Logik: der nach Kriterien auswählende Sammler, der ungeprüft alles Erreichbare zusammentragende Häufer und der sich vom Trennen schwertuende Hamsterer. Auch die Gründe des Sammelverhaltens sind Gegenstand der psychologischen Literatur geworden; Werner Muensterbergers 1993 erstmals erschienene Arbeit Collecting: An Unruly Passion zählt zu den Standardwerken dieses Feldes.
Die Sammler der Geschichte
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