Pfeifenmarken
Biltor
Eine in London ansässige Marke früher Filterpfeifen, gegründet auf dem 1889 erteilten Patent des Schweizers Emil Alexander Wüterich für ein saugfähiges Röhrchen; laut Firmenunterlagen wurde die Gesellschaft 1934 aufgelöst.
Biltor ist eine britische Marke, die Ende des 19. Jahrhunderts in London gegründet wurde und in die Geschichte des Pfeifenbaus nicht als gewöhnlicher Hersteller, sondern als kommerzieller Versuch mit einem frühen Filterpatent eingegangen ist. Die gesamte Marke gründet sich auf eine einzige Erfindung, die der aus der Schweiz stammende Emil Alexander Wüterich 1889 patentieren ließ.
Patent und Erfindung
Wüterich, in den Londoner Aufzeichnungen jener Zeit als „medical agent" (Vertreter für medizinisches Material) geführt, war ein Unternehmer schweizerischer Staatsangehörigkeit. Am 22. Februar 1889 erhielt er das britische Patent Nr. 3199 für eine Vorrichtung, die verhindern sollte, dass Nikotin aus Pfeifen und Mundstücken in den Mund des Rauchers gelangt. Am 19. November desselben Jahres wurde in den Vereinigten Staaten das Patent Nr. 415.690 erteilt; dieses Dokument bestätigt auch, dass der Erfinder ein in London lebender Schweizer Bürger war.
Die Erfindung selbst ist denkbar einfach. In den inneren Kanal des Stiels wird ein kleines, an einem Ende geschlossenes Röhrchen eingesetzt; das Röhrchen besteht aus saugfähigem, porösem Material. Da der Rauch das geschlossene Ende nicht passieren kann, muss er durch die Seitenflächen entweichen, wobei ein Teil des Kondensats und der Ablagerungen bei diesem Durchgang zurückgehalten wird. Der Patenttext nennt als Beispielmaterialien Löschpapier, Filz und Webstoff und erlaubt zudem, das Röhrchen mit Stoffen wie Gerbsäure zu behandeln oder zu parfümieren. Dieses Detail zeigt, wie eng die Filteridee des ausgehenden 19. Jahrhunderts mit dem Hygiene- und Gesundheitsdiskurs der Zeit verflochten war; der Ansatz kann als früher Vorbote der heutigen Debatte um Pfeifenfilter und -systeme gelten.
Der Aufstieg der Firma
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.