Pfeifenmarken
Dunhill-Mundstücke: Echtheitsmerkmale und Ihre Grenzen
Warum das Mundstück bei Dunhill-Pfeifen als der markenprägende Teil gilt, was der weiße Punkt und die auf das Mundstück geschlagene Registriernummer aussagen und was nicht, und warum es schwierig ist zu erkennen, ob ein Mundstück wirklich zu dieser Pfeife gehört.
Dunhill-Mundstücke werden in der Markengeschichte nicht als vom Kopf unabhängiges Teil, sondern als die zusammen mit der Pfeife geformte Hälfte eines Ganzen betrachtet. Diese Fertigungsgewohnheit hat das Mundstück zu einem der meistdiskutierten Details der Dunhill-Sammlerwelt gemacht: Bei den meisten alten Exemplaren lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob das an einer Pfeife sitzende Mundstück tatsächlich werksseitig mit diesem Kopf zusammengehörte.
Handschnitt und Lippenformen
In der Frühzeit wurde der Großteil der Pfeifen mit Schraub- oder Militärverbindung (military mount) verkauft, wobei Kopf und Mundstück getrennt gefertigt und erst am Ende zusammengefügt wurden. Bei Dunhill hingegen wurde das Steckmundstück bereits an den grob zugeschnittenen Kopf angesetzt und durchlief die Schleif- und Polierphasen gemeinsam mit dem Kopf. Die Mundstücke wurden nicht in Formen gegossen, sondern aus Ebonit-(Vulkanit-)Stäben oder -Platten von Hand geschnitten, wobei das Steckende einzeln verjüngt und dem Schaft angepasst wurde.
Die Lippenform veränderte sich im Laufe der Zeit. Die dicke Lippe der frühen Exemplare wurde in den 1920er Jahren dünner und breiter, in den 1930er Jahren kam die Fischschwanzform (fishtail) hinzu. Als 1976 aus Kostengründen der maschinelle Zuschnitt erprobt wurde, verdickte sich die Lippe wieder; aufgrund von Beschwerden kehrte man zur Handarbeit zurück. Die ausführliche Darstellung dieser Entwicklung findet sich im Artikel Alte Dunhill und neue Dunhill.
Der Weiße Punkt
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.