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Rohstoffe

Gustav Fischer Zugeschriebene Gefälschte Meerschaumpfeife

Die Geschichte einer seit Mitte der 1990er Jahre immer wieder bei Auktionen und auf Online-Marktplätzen auftauchenden, mit der Signatur Gustav Fischer versehenen Gusspfeife, die nicht einmal aus Meerschaum besteht, sowie die Merkmale, die sie entlarven.

Die Gustav Fischer zugeschriebene gefälschte Meerschaumpfeife gilt als einer der langlebigsten und am weitesten verbreiteten Fälschungsfälle im Antik-Pfeifensammeln. Dieses Stück mit tanzenden Paaren im Kopf, dunkelrotbrauner Färbung und einem Metallring am Schaft taucht seit Mitte der 1990er Jahre immer wieder auf. Es handelt sich nicht um ein Einzelstück, sondern um zahlreiche Kopien aus derselben Form; obwohl sie in Katalogbeschreibungen meist als Meerschaum bezeichnet werden, ist die Pfeife weder aus Meerschaum noch aus einer der bekannten imitierten Steinzusammensetzungen jener Zeit.

Der Beginn des Verdachts

Den Aufzeichnungen zufolge wurde das Stück erstmals im Oktober 1994 einem Experten vorgelegt: Ein Londoner Auktionshaus schickte ein Foto der Pfeife und bat um Auskunft über den Hersteller. In der Korrespondenz hieß es, die Pfeife sei aus Bernstein geschnitzt, im Kopf trage sie die Signatur „Gustav Fisher Jnr“, im Mundstück „Gustav Fisher, Vienna, Exposition 1873“. Nach der Prüfung wurde das Stück nicht zum Verkauf angeboten. Erstmals mit Abbildungen in gedruckten Quellen gezeigt wurde das Stück in Ben Rapaports 1999 bei Schiffer Publishing erschienenem Buch Collecting Antique Meerschaum Pipes: Miniature to Majestic Sculpture.

Widersprüche in der Signatur

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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.