Rohstoffe
Der bei Dr.-Grabow-Pfeifen Verwendete Bruyère
Wie Bruyère-Blöcke in der Dr.-Grabow-Fabrik in Sparta nach Fehler- und Maserungskriterien sortiert wurden und welche Klasse welcher Modellreihe und welcher Oberflächenbehandlung zugeteilt wurde.
Der bei Dr.-Grabow-Pfeifen verwendete Bruyère ist eines der wenigen Themen, die es erlauben, Schritt für Schritt zu verfolgen, nach welchen Kriterien eine Serienfabrik ihren Rohstoff sortiert. Das Unternehmen, das seit 1943 in der Ortschaft Sparta in North Carolina Pfeifen herstellt, fertigt eigenen Angaben zufolge auch heute noch jährlich rund zweihunderttausend Pfeifen aus mediterranem Bruyère.
Die Modellnamen der Marke sind keine zufällig gewählten Etiketten: Welcher Reihe ein Block zugeordnet wird, entscheidet sich in zwei Sortierdurchgängen nach seiner Ankunft in der Fabrik. Die im Folgenden beschriebene Praxis stammt überwiegend aus der Zeit zwischen den 1960er und den späten 1980er Jahren und beruht größtenteils auf der Darstellung einer Quelle, die in der Fabrik gearbeitet hat.
Sieben Stufen nach Fehlerzahl
Die sackweise angelieferten Blöcke werden nach grobem Drehen und Schleifen der Trockensortierung zugeführt. In diesem Schritt wird nicht auf die Maserung geachtet; ausschlaggebend ist allein die Zahl der Fehler im Holz, wonach die Blöcke von eins bis sieben eingestuft werden. Die erste Stufe ist fehlerfrei, bei der zweiten lassen sich einige kleine Lücken leicht füllen, die dritte Stufe wird mithilfe von Füllmasse zu einer Pfeife mit glatter Oberfläche. Die Blöcke der vierten bis sechsten Stufe erhalten nur noch eine rustizierte Oberfläche; die siebte Stufe gilt praktisch als Ausschuss. Diese Einstufung erklärt, warum Oberflächenbehandlungen bei Fabrikpfeifen nicht nur eine stilistische Entscheidung, sondern auch ein Ergebnis der Sortierung sind.
Maserungsbuchstabe und Modellreihe
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