Geschichte und Kultur
Pfeifenauktionen
Die Geschichte des Besitzerwechsels von Pfeifen und Tabakwaren in klassischen Auktionshäusern: von der ersten Sonderauktion 1978 in New York bis zu den großen Sammlungsauflösungen in London, Wien und Paris.
Pfeifenauktionen sind Verkäufe, bei denen Pfeifen und Tabakwaren im Wege der Versteigerung den Besitzer wechseln. Bei diesen Verkäufen gelangen meist nicht einzelne Stücke, sondern aufgelöste Sammlungen und Inventare geschlossener Museen in Umlauf. Da signierte Schnitzereien, dokumentierte Stücke und Sonderexemplare vielfach erstmals in einem solchen Katalog erfasst wurden, ist die Auktion auch eine der Primärquellen für die Geschichte des Pfeifensammelns. Dass Tabakwaren zu einer eigenständigen Auktionskategorie wurden, reicht bis in die späten 1970er Jahre zurück.
Die Auswahllogik des Auktionshauses
Das Auktionshaus übernimmt die Ware treuhänderisch vom Eigentümer und verdient über den Verkaufspreis eine Provision. Deshalb nimmt es in seinen Katalog nur Ware auf, bei der es einen lebhaften Bietverkehr erwartet; ein Stück, das die Erwartungen nicht erfüllt, wird abgelehnt. Die in Auktionshauskatalogen erscheinenden Tabakwaren repräsentieren daher nicht das gesamte im Umlauf befindliche Material, sondern nur ein schmales oberes Segment. Sammlerbörsen und Online-Auktionsplattformen nehmen eine solche Auswahl nicht vor und lassen ein weit breiteres Spektrum zirkulieren; die erste dieser Seiten ist die von Pierre Omidyar am 3. September 1995 in Kalifornien unter dem Namen AuctionWeb gegründete Seite, die im September 1997 den Namen eBay annahm. Die für große Auktionshausverkäufe gedruckten Bildkataloge halten dagegen Verkaufsdatum, Losnummer, Beschreibung und Vorbesitzer schriftlich fest. Die auf dem Estate-Pfeifenmarkt meist fehlende Besitzkette bleibt in diesen Katalogen dauerhaft erhalten.
Anfänge in New York
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.