Geschichte und Kultur
William Bragges Pfeifenzeichnungen: ein Zerfallenes Dokumentenkonvolut
Rund 1.200 handgefertigte Maßzeichnungen, die die als umfangreichste des 19. Jahrhunderts geltende Pfeifensammlung dokumentierten, waren in zwanzig Kästen versammelt. Nachdem die Sammlung zerfiel, wurden auch die Zeichnungen aufgeteilt.
William Bragges Pfeifenzeichnungen sind ein handgefertigtes Bildarchiv, das die als umfangreichste Tabak- und Pfeifensammlung des 19. Jahrhunderts geltende Kollektion Stück für Stück dokumentiert. Da die Sammlung selbst noch zu Lebzeiten ihres Besitzers verkauft und aufgelöst wurde, sind diese Zeichnungen nahezu die einzige Aufzeichnung, die Maß und Herkunft der Objekte gemeinsam überliefert. Doch auch das Konvolut selbst wurde später aufgeteilt; heute befinden sich nicht mehr alle zwanzig Kästen an einem einzigen Ort.
Das Zeugnis des Katalogs
Die verlässlichste Beschreibung der Zeichnungen findet sich in Bragges eigenem Katalog. Eintrag Nr. 409 der 1880 in Birmingham in nur zweihundert Exemplaren gedruckten Bibliotheca Nicotiana beschreibt den bebilderten Katalog der Sammlung: Die Zeichnungen sind maßstabsgetreu, alle im selben Format und auf eigens angefertigtem Papier ausgeführt, und jede trägt handschriftlich die Beschreibung und Geschichte des Objekts. Derselbe Eintrag beziffert die Zahl der Zeichnungen auf etwa 1.200 und gibt an, dass sie in zwanzig „buchartigen" Kästen aufbewahrt wurden. Der unmittelbar vorangehende Eintrag Nr. 408 stellt ein gesondertes Konvolut vor: 232 Zeichnungen von Pfeifen aus den Sammlungen des British Museum, Christie, des India Museum und der Sammlung Blackmore. In Eintrag Nr. 407 wiederum findet sich ein Heft, das mit Tusche 260 englische und 310 niederländische Herstellerstempel der Tonpfeifen der Sammlung zeichnet. Bragge hielt damit nicht nur die Objekte selbst fest, sondern auch die Methode ihrer Dokumentation.
Der Sammler
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.