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Meerschaum in der Literatur: der Liebling von Lyrik und Prosa
Meerschaum war im 19. Jahrhundert nicht nur ein Kopfmaterial, sondern auch Thema von Ratgebern, Gedichten, Erzählungen und Stillleben. Dieser Artikel stellt die dem Material gewidmeten gedruckten Texte und die Gründe für dieses Interesse geordnet vor.
Meerschaum in der Literatur ist ein wenig besprochener, aber überraschend umfangreicher Zweig der Pfeifengeschichte. Meerschaum war im 19. Jahrhundert nicht nur ein Kopfmaterial; er war auch Thema von Essayisten, Dichtern und Malern. Auswertungen der gedruckten Aufzeichnungen jener Zeit zufolge übersteigt die Zahl der dem Material gewidmeten Gedichte und Essays jene, die in der zweiten Hälfte desselben Jahrhunderts über den den Markt beherrschenden Briar geschrieben wurden; die Briar-Literatur blieb dagegen überwiegend auf Handel, Technik und Geschichte beschränkt.
Ratgeber, die dem Verfärben Gewidmet Sind
Die erste Textgruppe entstand unmittelbar aus dem Handwerk. Dass sich Meerschaum durch den Gebrauch von cremeweiß über bernsteinfarben bis hin zu dunkelbraun verfärbt, war ein Prozess, der die Leser jener Zeit interessierte, und es erschienen kleine Heftchen, die allein diesem Prozess gewidmet waren. Den Aufzeichnungen zufolge zählt dazu unter anderem ein unter der Signatur eines "alten Rauchers" erschienener Leitfaden mit zwölf Regeln zum Verfärben sowie das 1871 in London unter dem Pseudonym "Amator Fumi" veröffentlichte Werk Meerschaums and How to Colour Them. Heute liest man diese Veröffentlichungen wie eine Art Gebrauchsanleitung; für den Pfeifenbesitzer jener Zeit waren sie das Handbuch einer geduldfordernden Beschäftigung.
Der Liebling der Lyrik
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.