Rohstoffe
Mundstückbearbeitung (Stem Work)
Der Prozess, in dem ein Mundstück aus einem stabförmigen Rohmaterial zu einem fertigen Teil wird: Zapfenbohrung, Grobformung und die abschließende Handarbeit mit der Feile.
Mundstückbearbeitung (stem work) ist der Vorgang, bei dem ein massiver Vulkanit- oder Acrylstab in ein fertiges, auf die Pfeife aufsetzbares Teil verwandelt wird. Bei der handgefertigten Pfeife ist das Mundstück kein vom Kopf unabhängiges Zubehörteil, sondern die zweite Hälfte des Luftwegs: sein Querschnitt, die Dicke des in den Mund genommenen Endes (Bit) und der Verlauf des Kanals darin bestimmen den Zug ebenso wie die Aushöhlung des Kopfes.
Deshalb gilt die Mundstückherstellung als funktionaler und nicht als kosmetischer Arbeitsschritt und wird in den Werkstätten meist als der zeitaufwendigste Teil bezeichnet.
Material und Rohform
Mundstücke werden entweder aus massivem Stabmaterial (rod stock) gewonnen oder aus einem geformten Rohteil bearbeitet. Vulkanit, also mit Schwefel gehärteter Kautschuk (Ebonit), ist bei handgefertigten Pfeifen weiterhin verbreitet, da er sich weich auf den Zähnen anfühlt; dagegen oxidiert seine Oberfläche mit der Zeit und verlangt regelmäßige Pflege. Acryl oxidiert nicht und behält seine Farbe, ist jedoch härter und spröder. Einen ausführlichen Vergleich der Materialien findet man im Artikel Mundstückmaterialien.
Die Herstellung des Zapfens
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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.