Tabake
Lakeland-Stil
Eine seit zwei Jahrhunderten im nordwestenglischen Städtchen Kendal gepflegte Tradition der Pfeifentabakherstellung, geprägt von blumigen, seifigen Duftnoten, die auf den Tabak aufgetragen werden.
Lakeland-Stil ist die Bezeichnung für eine im nordwestenglischen Städtchen Kendal verwurzelte Aromatisierungstradition. Der Begriff bezeichnet nicht eine einzelne Mischung, sondern einen Stil: Über den Eigengeschmack des Tabaks wird eine deutliche Schicht aus Düften der Blumen- und Parfümwelt gelegt. Namensgebend ist die Nähe Kendals zum Lake District (Seengebiet).
Ursprung der Kendal-Tradition
Die Schnupftabakherstellung in der Stadt wird auf das Jahr 1792 zurückgeführt. Aufzeichnungen zufolge brachte Thomas Harrison das in Glasgow erlernte Wissen zur Schnupftabakherstellung samt gebrauchten Maschinen nach Kendal. Der Betrieb ging in der nächsten Generation durch Heirat an Samuel Gawith über und fiel nach dessen Tod 1865 an dessen Söhne. In den folgenden Jahren teilte sich das Unternehmen: Ein Zweig trägt bis heute den Namen Samuel Gawith, während aus der 1887 vom jüngsten Sohn William Henry Gawith mit Henry Hoggarth gegründeten Partnerschaft Gawith Hoggarth & Co. hervorging. Beide Firmen führen ihre Produktion bis heute in Kendal fort.
Dass diese Tradition aus dem Schnupftabak hervorging, ist kein Zufall. Das in der Schnupftabakherstellung genutzte Wissen um Duftgebung wurde in denselben Werkstätten auch auf Pfeifentabak angewandt. Es wird angenommen, dass die Rezepturen mancher Lakeland-Mischungen seit dem 19. Jahrhundert nur geringfügig verändert wurden.
Duftstoffe und Aromatisierung
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