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Rohstoffe

Porzellan (Porcelain)

Ein durch Brennen von Kaolin, Feldspat und Quarz bei hoher Temperatur gewonnener glasierter Werkstoff, der vom 18. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg in Mitteleuropa für Pfeifenköpfe verwendet wurde.

Porzellan ist eine verglaste und porenfreie Keramik, die durch Mischen von weißem Kaolinton mit Feldspat und Quarz und anschließendes Brennen bei sehr hoher Temperatur entsteht. In der Pfeifenwelt nimmt es eine besondere Stellung ein: Rund zwei Jahrhunderte lang war es eines der bekanntesten Kopfmaterialien Mitteleuropas und galt zugleich als der in Bezug auf die Rauchqualität am meisten kritisierte Werkstoff. Dieser Artikel behandelt den Werkstoff selbst; für den daraus gefertigten Pfeifentyp siehe den Artikel Porzellanpfeife.

Zusammensetzung und Brand

Die Zusammensetzung des europäischen Hartporzellans wurde nach langwierigen Versuchen von Ehrenfried Walther von Tschirnhaus im Zuge der Arbeiten Johann Friedrich Böttgers 1708 in Sachsen gefunden; 1710 wurde in Meißen die königliche Manufaktur gegründet. In den ersten Rezepturen war neben dem Kaolin Alabaster als Flussmittel enthalten. Aufzeichnungen zufolge trat an dessen Stelle zunächst 1719 Kalkstein, danach um 1730 ein lokales, an Kalifeldspat reiches Gestein; damit setzte sich die heute als klassisch geltende Zusammensetzung aus Kaolin, Feldspat und Quarz durch.

Die Mischung wird in der Regel bei 1300 bis 1400 Grad gebrannt. Bei dieser Temperatur schmilzt der Feldspat und füllt die Zwischenräume der Tonteilchen; beim Abkühlen entsteht ein Scherben von der Dichte des Glases mit geschlossenen Poren. Die Verglasung verleiht dem Porzellan drei deutliche Eigenschaften: Wasserundurchlässigkeit, Halbdurchsichtigkeit in dünnem Querschnitt und eine unter den Keramiken hohe mechanische Festigkeit. Dieselben Eigenschaften machen Porzellan bei Geschirr und Ziergegenständen überlegen, beim Pfeifenkopf hingegen problematisch.

Verhalten als Pfeifenmaterial

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Quelle: Pipedia, bearbeitet unter der Lizenz CC BY-SA.